Norwegische Ermittler gehen von Echtheit der Enthauptungsaufnahme aus


Der Dschebel Toubkal, der höchste Berg des Atlasgebirges. Foto: Notcreative123. Lizenz: CC BY-SA 2.0
Die beiden skandinavischen Studentinnen wurden in Marokko wahrscheinlich Opfer einer IS-Zelle

Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Bei einem seit vorgestern auf Twitter und anderswo kursierenden Video, auf dem zu sehen ist, wie einer jungen Frau mit einem Messer der Kopf abgeschnitten wird, fand die norwegische Polizei bislang „keine Anzeichen dafür, dass [es] nicht authentisch ist“. Nun wartet man auf die Verifikation der dänischen Polizei, die noch aussteht.

Die Polizeibehörden dieser beiden Länder befassen sich mit der Aufnahme, weil sie den bisherigen Erkenntnissen nach beim Mord an zwei ihrer Staatsangehörigen entstand – der 28-jährigen Norwegerin Maren Ueland und an der 24-jährigen Dänin Louisa Vesterager Jespersen. Die beiden Studentinnen waren am letzten Wochenende nach Marokko gereist, um dort den Dschebel Toubkal zu besteigen, den mit 4.167 Metern höchste Berg des Atlasgebirges.

„Stichverletzungen“

Die ebenso wie Ueland an der Universität von Südostnorwegen (USN) eingeschriebene Dänin Vestager wollte nämlich „Naturführerin“ werden und hatte die Reise nach Angaben ihrer Mutter trotz eindringlicher elterlicher Warnung vor den „Zuständen“ in Marokko angetreten. Uelands Mutter meinte dagegen im NRK, dem öffentlich rechtlichen Rundfunk Norwegens, ihre Tochter habe eigentlich alle Sicherheitsanforderungen beachtet.