Bub starb nach Beschneidungsritual in Rom, „Arzt“ festgenommen

Die Wohnung des 66-jährigen US-Bürgers wurde durchsucht. Der Zwillingsbruder des Opfers liegt noch auf der Intensivstation eines Krankenhauses in Rom.

Die Presse.com

Ein 66-jähriger ist in Rom wegen des Vorwurfs festgenommen worden, für den Tod eines zweijährigen Buben nigerianischer Herkunft bei einem Beschneidungsritual verantwortlich zu sein. Die Wohnung des Mannes, der sich als Arzt bezeichnete, wurde durchsucht, berichteten italienische Medien am Montag.

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NSU-Schauplatz Brandenburg: Nach der Stasi kam das BfV

Grafik: TP
Hat der Neonazi und V-Mann Carsten Szczepanski auch für das Bundesamt gearbeitet? – Im Untersuchungsausschuss in Potsdam verdichten sich die Hinweise

Thomas Moser | TELEPOLIS

Scheibchenweise Neues im Kapitel BfV-Szczepanski. Die Hinweise verdichten sich, dass der ehemalige Neonazi Carsten Szczepanski nicht nur für den Verfassungsschutz in Brandenburg gearbeitet hat, sondern zuvor auch für das Bundesamt in Köln (BfV). Das wiederum bedeutet, dass er den Mordversuch an dem nigerianischen Asylbewerber Steve E. 1992 als V-Mann verübt hätte. Und es wäre ein weiteres Beispiel dafür, dass V-Leute, die angeblich nur Taten aufklären sollen, selber schwere Straftäter sein können, selbst wenn sie im staatlichen Auftrag unterwegs sind. Szczepanski ist Teil der NSU-Geschichte, weil er in Chemnitz Personen kannte, die mit dem untergetauchten NSU-Kerntrio in enger Verbindung standen.

Im Untersuchungsausschuss von Brandenburg ergab sich jetzt, dass die erste Vernehmung mit Szczepanski nach dem Auffliegen des NSU im November 2011 nicht etwa das Bundeskriminalamt und die Bundesanwaltschaft vornahmen, sondern ausgerechnet das BfV. Die große Frage ist damit: Gibt es auch im Bundesamt für Verfassungsschutz eine Szczepanski-Akte?

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Trump vertraut Erdogan, den IS „auszurotten“

Archivbild aus dem Jahr 2017: Der türkische Präsident Erdogan (li.) soll sich um den IS kümmern, meint US-Präsident Donald Trump. – APA/AFP/OLIVIER DOULIERY
Der türkische Präsident habe Trump in einem Telefonat zugesichert, die Jihadistenmiliz zu besiegen. Der US-Präsident hält den türkischen Staatschef für einen „Mann, der das kann“.

Die Presse.com

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zugesichert, die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien vollständig zu besiegen. Erdogan habe ihn darüber informiert, dass er „ausrotten wird, was auch immer von ISIS in Syrien übriggeblieben ist „, schrieb Trump in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

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Helmut Schmidt: »Knacks im Vertrauen zum Führer«

»Seit 1937 bin ich jedem bewussten NS-Einfluss so gut wie entzogen gewesen«: Helmut Schmidt Foto: ullstein bild – BPA
Am 23. Dezember wäre der frühere Bundeskanzler 100 Jahre alt geworden. Sein Umgang mit der Wehrmachts-Vergangenheit wird heute gerne verschwiegen

Von Benjamin Ortmeyer | Jüdische Allgemeine

Ohne Frage ist Helmut Schmidt eine Ikone, insbesondere in Hamburg. Zu seinen Lebzeiten wurde sogar eine Universität der Bundeswehr nach ihm benannt und er ist wohl einer der populärsten Politiker in der Bundesrepublik Deutschland gewesen, dessen Ruhm bis heute noch in einer Fülle von Publikationen bis hin zu Ehrenmünzen gefeiert wird.

Aber immer wieder kam es auch zu Konflikten mit der NS‐Vergangenheit in der Wehrmacht von Helmut Schmidt, insbesondere als Israels Ministerpräsident Menachem Begin ihm 1981 vorwarf, dass er den Fahneneid auf Hitler nie gebrochen habe – was ja wohl eine unbestreitbare Wahrheit ist, ob einem Begin als Politiker nun gefallen hat oder nicht.

In den 50er‐Jahren sprach Schmidt vor ehemaligen SS‐Angehörigen.

STREIT Ein Foto mit Hakenkreuz und in Wehrmachtsuniformen von Helmut Schmidt wurde an der Bundeswehrhochschule aufgehängt, abgehängt, wieder aufgehängt und symbolisiert den Streit verschiedener Biografen über die Haltung Helmut Schmidt zur Nazi‐Wehrmacht.

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7427 Kölner treten 2018 aus der Kirche aus

Immer mehr Menschen kehren der Kirche den Rücken. Foto: dpa
Bei einem Termin zur Jahresbilanz des Amtsgerichts gab dessen Präsident Henning Banke auch Zahlen zu Kirchenaustritten bekannt, die beim Amtsgericht des Hauptwohnsitzes erklärt werden müssen.

Kölner Stadt-Anzeiger

Eine Übersicht über die Austritte seit 2010 zeigt, dass ihre Zahl im Vergleich zu 2017 wieder leicht gewachsen ist, hochgerechnet bis zum Jahresende auf 7427. Dabei gibt es einen signifikanten Unterschied.

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Dorothee Bär: Datenschutz für Digitalisierung des Gesundheitswesens lockern

(Bild: heise online/vbr)
Die Staatsministerin für Digitales will den Datenschutz für Patienten lockern, damit es neue Entwicklungen im Gesundheitswesen gibt – etwa fürs Smartphone.

Von Tilman Wittenhorst | heise online

Die Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU), will beim Datenschutz in Deutschland Regeln streichen oder lockern, damit die Digitalisierung im Gesundheitswesen und insbesondere die elektronische Gesundheitskarte samt digitaler Patientenakte endlich schneller voranschreiten kann. Das sagte Bär im Interview mit der Welt am Sonntag.

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Dodo Lütz für eine staatliche Missbrauchs-Untersuchung

Der Bestseller-Autor hat nochmals Kritik an der Studie zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland geübt und Konsequenzen gefordert. „Es ist in Teilen der schlechteste wissenschaftliche Text, den ich je gelesen habe.“

kath.net

Der Bestseller-Autor, Psychiater und Theologe Manfred Lütz hat in einem Gespräch mit „Vatikan News“ seine Kritik an der Studie zu Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland erneuert und Konsequenzen gefordert. „Es ist in Teilen der schlechteste wissenschaftliche Text, den ich je gelesen habe.“ Lütz, der auch Mitglied im Päpstlichen Dikasterium für Familie und Laien ist, meinte, dass fünf der sieben Teile der Studie „völlig schiefgegangen “ seien. „Ich bin inzwischen der Meinung, es wäre tatsächlich besser, es würde eine staatliche Untersuchung stattfinden, ähnlich wie in Australien: Objektiv, auf gutem, wissenschaftlichem Niveau, auch transparenter.“ Laut Lütz klagten Opfer darüber, dass jetzt wieder dauernd über Zölibat, Frauenpriestertum und diese üblichen Kirchenthemen geredet werde. „Davon haben die Opfer nichts!“

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Missing Link: Von Embodied Intelligence, Superintelligenzen und der Angst vor der starken KI

(Bild: agsandrew / shutterstock.com)
Eine maschinelle Superintelligenz, die sich menschlicher Kontrolle entzieht? Keine absurde Vorstellung. Aber Bangemachen gilt nicht. Ignorieren schon gar nicht.

Von Hans-Arthur Marsiske |heise online

Sie nehme das Thema Künstliche Intelligenz „sehr ernst“, behauptet die Bundesregierung und fügt in ihrer Erklärung zur „KI-Strategie“ ausdrücklich hinzu: „In jeder Beziehung.“ Mit Verlaub: Zumindest dieser Nachsatz stimmt nicht. Und das wiederum nährt Zweifel an der generellen Ernsthaftigkeit.

Im offiziellen Textdokument vom November 2018 erklären die Verfasser der Strategie bereits im Vorwort klar und deutlich, in welcher Beziehung sie Künstliche Intelligenz (KI) nicht ernst nehmen: Sie folgen der in der Informatik üblichen Unterscheidung von „starker“ und „schwacher“ KI und schreiben: „Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrer Strategie an der Nutzung der KI für die Lösung von Anwendungsproblemen und damit an den Positionen der ‚schwachen‘ KI.“

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Chloroform als neuer Ozonkiller?

Chloroform (Trichlormethan) wird in Ostasien verstärkt freigesetzt – und kann die Ozonschicht schädigen. © NASA
Schleichende Gefahr: Das früher als Betäubungsgas verwendete Chloroform könnte zum neuen Ozonkiller werden. Denn in Ostasien wird das chemisch als Trichlormethan bezeichnete Gas seit einigen Jahren in steigender Menge freigesetzt, wie Messungen enthüllen. Zwar ist das Chloroform kurzlebiger als andere FCKW und daher nicht als Ozonkiller verboten, dennoch kann es die Ozonschicht schädigen, warnen die Forscher.

scinexx

Seit dem Montreal-Protokoll von 1987 sind langlebige Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) verboten, weil sie die Ozonschicht schädigen. Seither hat sich diese wichtige Schutzschicht gegen UV-Strahlung wieder langsam erholt, das antarktische Ozonloch wird kleiner. Über den mittleren Breiten jedoch dünnt sich die Ozonschicht noch immer weiter aus. Ein Grund dafür: In den letzten Jahren haben Forscher immer wieder Freisetzungen verbotener FCKW, aber auch neuer ozonschädigender Substanzen festgestellt – die meisten davon aus Ostasien.

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Asia Bibi feiert Weihnachten in Sicherheitsverwahrung

Nach der Aufhebung ihres Todesurteils gab es in Pakistan wütende Proteste. Deswegen muss die Christin Asia Bibi auch Weihnachten in Sicherheitsverwahrung sein. Wächter in christlichen Wohnvierteln sollen außerdem vor islamistischen Übergriffen schützen.

katholisch.de

Trotz ihres Freispruchs muss die in Pakistan verfolgte Christin Asia Bibi das Weihnachtsfest in Sicherheitsverwahrung feiern. Die pakistanische Regierung installierte zudem laut Medienberichten vom Wochenende bewaffnete Wächter in christlichen Wohnvierteln, um mögliche Übergriffe von Islamisten zu verhindern.

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Donald Trump: Eine Lüge alle zehn Minuten

7546 Aussagen des US-Präsidenten sollen bisher entweder irreführend oder schlichtweg falsch gewesen sein, schreibt die „Washington Post“ – und vergibt Trump „Pinocchios“.

Die Presse.com

Seit mehr als 700 Tagen ist Donald Trump nun Präsident der USA, und er bleibt, in vielerlei Hinsicht, ein Mann der Superlative. Die Zeitung „Washington Post“ hat zu Anlass seines 700. Amtstages am Donnerstag mal wieder Bilanz zu seiner persönlichen Wahrheitsliebe gezogen. Das Ergebnis: 7546 Trump-Aussagen waren nach Zählung des Blattes bisher entweder irreführend oder schlicht falsch.

Weder ist seine Steuersenkung die größte der Geschichte noch gab es Millionen illegaler Wählerstimmen. Und wenn Trump wie im Februar 2017 auf Twitter behauptet, „alle negativen Umfragen“ zu seiner Politik seien falsch, macht er sich ganz offenkundig die Welt, wie sie ihm gefällt.

Besonders steil war Trumps Lügenkurve vor den Wahlen im November, den „Midterms“. Am 5. November erzählte er laut „Washington Post“ 139 Unwahrheiten, also eine alle zehn Minuten – Nachtschlaf noch nicht eingerechnet.

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Hilfsorganisationen retten 344 Flüchtlinge auf dem Mittelmeer

Themenbild. dpa
Auf dem Mittelmeer sind nach Angaben der privaten Seenotretter der Hilfsorganisation Sea-Watch seit Freitag 344 Flüchtlinge vor dem Ertrinken gerettet worden. So habe die „Sea-Watch 3“ am Samstag 33 Schiffbrüchige aufgenommen, wie die Seenotretter am Sonntag mitteilten. Von der Bundesregierung forderte Sea-Watch für die Geretteten eine Lösung noch vor Weihnachten.

evangelisch.de

Am Freitag seien 311 Schiffbrüchige von der spanischen „Open Arms“ gerettet worden. Während die „Open Arms“ unterwegs nach Spanien sei, werde der „Sea-Watch 3“ nach wie vor ein sicherer Hafen verweigert, erklärte die Hilfsorganisation weiter. Den Geretteten drohe nun, Heiligabend auf dem Mittelmeer verbringen zu müssen, da bislang kein europäischer Staat bereit sei, die Menschen aufzunehmen.

„Wer sich auf christliche Werte beruft, ist jetzt in der Pflicht“, betonten die Seenotretter. Aus ihrer Sicht sei eine Lösung für die Schiffbrüchigen „problemlos möglich“. Die privaten Seenotretter verwiesen darauf, dass in den vergangenen Monaten allein in Deutschland mehr als 30 Städte und mehrere Bundesländer ihre Bereitschaft erklärt hätten, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen.

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Anak Krakatoa: Der vulkanische Hotspot der Erde

Zerstörung auf der Insel Sulawesi. – APA/AFP/DASRIL ROSZANDI
Der Vulkan, der die Tsunami-Katastrophe von Indonesien ausgelöst hat, entstand nach einer legendären Vulkanrruption 1883 mit 36.000 Toten.

Die Presse.com

Der Vulkan, der die Tsunami-Katastrophe in Indonesien ausgelöst hat, entstand aus dem Krater der Vulkaninsel Krakatoa, die sich bei ihrer legendären Eruption im Jahr 1883 fast vollkommen zerstört hatte. Bei der gewaltigen Explosion des zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegenen Vulkans wurden damals Gestein, Asche und Rauch 27 Kilometer hoch geschleudert und eine gigantische Flutwelle ausgelöst. 36.000 Menschen starben.

Aus der Caldera des Krakatoa bildete sich nach Angaben von Experten 1928 eine neue Vulkaninsel, Anak Krakatoa (das Kind des Krakatoa). Seitdem gab es alle zwei bis drei Jahre kleinere Ausbrüche, bei denen der Vulkan stetig weiter wuchs, wie der australische Vulkanologe Ray Cas berichtet. Seine Spitze ragt inzwischen 300 Meter über den Meeresspiegel. Seit Juni ist der Anak Krakatoa wieder besonders aktiv.

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