Helmut Schmidt: »Knacks im Vertrauen zum Führer«


»Seit 1937 bin ich jedem bewussten NS-Einfluss so gut wie entzogen gewesen«: Helmut Schmidt Foto: ullstein bild – BPA
Am 23. Dezember wäre der frühere Bundeskanzler 100 Jahre alt geworden. Sein Umgang mit der Wehrmachts-Vergangenheit wird heute gerne verschwiegen

Von Benjamin Ortmeyer | Jüdische Allgemeine

Ohne Frage ist Helmut Schmidt eine Ikone, insbesondere in Hamburg. Zu seinen Lebzeiten wurde sogar eine Universität der Bundeswehr nach ihm benannt und er ist wohl einer der populärsten Politiker in der Bundesrepublik Deutschland gewesen, dessen Ruhm bis heute noch in einer Fülle von Publikationen bis hin zu Ehrenmünzen gefeiert wird.

Aber immer wieder kam es auch zu Konflikten mit der NS‐Vergangenheit in der Wehrmacht von Helmut Schmidt, insbesondere als Israels Ministerpräsident Menachem Begin ihm 1981 vorwarf, dass er den Fahneneid auf Hitler nie gebrochen habe – was ja wohl eine unbestreitbare Wahrheit ist, ob einem Begin als Politiker nun gefallen hat oder nicht.

In den 50er‐Jahren sprach Schmidt vor ehemaligen SS‐Angehörigen.

STREIT Ein Foto mit Hakenkreuz und in Wehrmachtsuniformen von Helmut Schmidt wurde an der Bundeswehrhochschule aufgehängt, abgehängt, wieder aufgehängt und symbolisiert den Streit verschiedener Biografen über die Haltung Helmut Schmidt zur Nazi‐Wehrmacht.

weiterlesen