Die Entstehung der Arten ergründen

© Colourbox/ETH Zürich
Die Geschwindigkeit der Evolution lässt sich von Fossilien oder Verwandtschaftsbäumen ableiten. Die Ergebnisse unterscheiden sich oft.

Forschung & Lehre

Mit indirekten Methoden versuchen Wissenschaftler, Entstehungs- und Aussterberaten abzuleiten. Wichtige Informationen liefern zum einen Fossilienfunde aus verschiedenen geologischen Zeitaltern. Zum anderen können auch auf DNA-Analysen basierende, sogenannte phylogenetische Verwandschaftsbäume heute lebender Arten Hinweise geben. Aus diesen Stammbäumen lässt sich mit statistischen Methoden ebenfalls ableiten, wie oft in der Vergangenheit neue Arten entstanden und alte ausstarben. Allerdings liefern diese beiden genannten Methoden Forschern zufolge oft abweichende Ergebnisse. Das geht aus einer Mitteilung der ETH-Zürich hervor.

Demnach sind die aus Fossilienfunden abgeleiteten Entstehungs- und Aussterberaten oft viel höher als jene von phylogenetischen Methoden. Eine Erklärung, wie es zu dieser Abweichung kommt, liefert nun das ETH-Team um Rachel Warnock und Tanja Stadler mit Hilfe eines eigens entwickelten Computermodells. „Die beiden Methoden basieren auf unterschiedlichen Annahmen, wie Artbildung abläuft“, so Warnock. Deshalb gelangten sie zu verschiedenen Ergebnissen. Ginge man jedoch von denselben Annahmen aus, ließen sich die Ergebnisse der beiden Methoden in Deckung bringen.

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Japan macht wieder Jagd auf Wale

APA/EPA/TIM WATTERS / SEA SHEPHE
Japan tritt aus der Internationalen Walfangkommission aus und nimmt ab Juli den kommerziellen Walfang wieder auf.

Die Presse.com

Schwarzer Tag für Tierschützer und Walfanggegner: Japan wird sich aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) zurückziehen und den kommerziellen Walfang wieder aufnehmen. Das Land werde ab kommendem Juli zu kommerziellen Zwecken Wale jagen, kündigte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Mittwoch an.

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Union für Moschee-Steuer

Bild: tagesschau.de
Christliche Kirchenmitglieder zahlen in Deutschland auch eine Kirchensteuer – geht es nach der Union könnten Muslime künftig auch eine Moschee-Steuer zahlen. Auch die SPD zeigt sich offen für den Vorstoß.

tagesschau.de

Politiker der großen Koalition haben sich für die Einführung einer Moschee-Steuer für Muslime ausgesprochen. Unions-Bundestagsfraktionsvize Thorsten Frei (CDU) sagte der Zeitung „Die Welt“, Ziel müsse sein, „dass sich der Islam in Deutschland von der Einflussnahme ausländischer Staaten emanzipiert und eine stärkere Inlandsorientierung gewinnt“.

Eine Moschee-Steuer wäre dazu „ein wichtiger Schritt“. Sie würde es Muslimen erlauben, finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. „Der Weg zur Erhebung einer solchen Steuer ist bereits heute grundsätzlich offen“, sagte Frei. Auch der Justiziar der Unionsfraktion, Michael Frieser (CSU), unterstützt eine Moschee-Steuer. „Das Ziel muss eine eigenständige Finanzierung sein, um die Unabhängigkeit der Moscheegemeinden zu gewährleisten“, sagte Frieser der „Welt“. Er gehe davon aus, dass eine solche Steuer für mehr Transparenz sorgen werde.

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Gene Editing in the Brain Gets a Major Upgrade

Image: NAUTILUS
Scientists develop a new tool for precise genome editing in neurons.

By Max Planck Florida Institute for Neuroscience | NAUTILUS

Genome editing technologies have revolutionized biomedical science, providing a fast and easy way to modify genes. However, the technique allowing scientists to carry out the most precise edits doesn’t work in cells that are no longer dividing—which includes most neurons in the brain. This technology had limited use in brain research, until now. Research Fellow Jun Nishiyama, M.D., Ph.D., Research Scientist, Takayasu Mikuni, M.D., Ph.D., and Scientific Director, Ryohei Yasuda, Ph.D. at the Max Planck Florida Institute for Neuroscience (MPFI) have developed a new tool that, for the first time, allows precise genome editing in mature neurons, opening up vast new possibilities in neuroscience research.

This novel and powerful tool utilizes the newly discovered gene editing technology of CRISPR-Cas9, a viral defense mechanism originally found in bacteria. When placed inside a cell such as a neuron, the CRISPR-Cas9 system acts to damage DNA in a specifically targeted place. The cell then subsequently repairs this damage using predominantly two opposing methods; one being non-homologous end joining (NHEJ), which tends to be error prone, and homology directed repair (HDR), which is very precise and capable of undergoing specified gene insertions. HDR is the more desired method, allowing researchers flexibility to add, modify, or delete genes depending on the intended purpose.

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40 Flüchtlinge in fünf Booten im Ärmelkanal gerettet

Insgesamt 40 Flüchtlinge in fünf Booten sind am ersten Weihnachtstag im Ärmelkanal zwischen Grossbritannien und Frankreich gerettet worden.

Neue Zürcher Zeitung

Darunter waren auch mehrere Kinder. Die Geretteten waren trotz Winterwetters auf der stark befahrenen Schifffahrtsroute unterwegs. Der Ärmelkanal ist zwischen Calais und Dover rund 40 Kilometer breit.

Die Flüchtlinge waren in der Nacht oder den frühen Morgenstunden unter anderem in Schlauchbooten entdeckt worden. Alle wurden medizinisch versorgt. Nach Angaben des Innenministeriums in London gaben sie an, aus dem Irak, Iran und Afghanistan zu stammen.

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Journalismus-Skandal

Bild: CC0
Geheime Tagebücher eines Starreporters geleakt

Selma Mahlknecht, Simon Raffeiner | TELEPOLIS

Viel ist in den letzten Tagen geschrieben worden über den Fall Relotius und den Verfall des Journalismus, auch hier auf unserer Plattform. Wenn Reportagen zu kitschigen Rührstücken verkommen, wird aber oft eines vergessen: der Mensch im Hintergrund. Wer sind diese Journalisten, die sich mühsam rührselige Geschichten ausdenken, um uns zu erfreuen? Wie ergeht es ihnen, was treibt sie um? Wir lechzen nach einer empathischen, authentischen Innensicht, mit der die menschliche Dimension hinter der Zuckerguss-Fassade zum Vorschein kommt.

Unseren Reportern ist es gelungen, an die geheimen Tagebücher einer sogenannten Edelfeder zu gelangen, die erstaunliche Einsichten zutage fördert. Der Whistleblower, der diese Dokumente geleakt hat, möchte seinen Namen nicht in der Zeitung lesen, wir nennen ihn daher „C.R.“. Das R steht für „reliable“.

15.03.2007

Liebes Tagebuch,

Mama sagt, jetzt, wo ich bald 30 werde, soll ich weniger Schundromane lesen und endlich etwas aus meinem Leben machen. Werde ich halt auch Romanautor. Ideen hab ich ja genug.

20.06.2008
Liebes Tagebuch,

der Suhrkamp-Verlag hat meinen Romanentwurf mit dem Kommentar „kitschtriefende, bollywoodeske Schmonzette, von welcher man Brechdurchfall bekommt“ abgelehnt. Egal, mache ich daraus eben eine Reportage über einen erzkatholischen Waffennarren aus Bochum mit Erektionsstörungen und Mutterkomplex, welcher davon träumt, einmal in seinem Leben das noch schlagende Herz eines Büffels essen zu können. Vielleicht nimmt sie ja wer.

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Katholische Kirche uneins bei Aufarbeitung

Bild: tagesschau.de
Die Weihnachtszeit nutzen einige Bischöfe auch zur Selbstkritik – und thematisieren die Fälle sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Das finden nicht alle gut.

tagesschau.de

In ihren Weihnachtspredigten haben einige Bischöfe selbstkritisch die Institution Kirche betrachtet. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sagte im Mainzer Dom, Weihnachten sei der Moment für eine persönliche Entscheidung zur Wahrheit oder zur Lüge. Auch die Kirche müsse sich entscheiden. „Wir stehen heute vor der erschreckenden Tatsache, dass es eine dunkle Seite dieser Kirche gibt“, sagte Kohlgraf. „Sünde und Schuld müssen ans Licht. Ich habe in den letzten Monaten neu gelernt, dass wir zu banalisierend über Sünde reden.“

Auch der Würzburger Bischof Franz Jung thematisierte die Missbrauchsfälle in der Kirche. „Mit Schrecken musste man sich schließlich eingestehen, dass selbst Heiligstes missbraucht werden kann wie der Schutzraum der Beichte“, sagte Jung. „Auch die priesterliche Lebensform, die nach außen hin den Eindruck besonderer Sicherheit erweckte, garantierte keinen verlässlichen Schutz.“

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Apostel Bode bekennt Fehler bei Missbrauchsfall

© Hermann Pentermann (dpa)
Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat an Weihnachten Versäumnisse im Umgang mit einem des Missbrauchs beschuldigten Priester eingeräumt. Es habe „ernste Versäumnisse und Fehler aufseiten des Bistums gegeben“.

DOMRADIO.DE

Dies sagte Bode zu Beginn des Weihnachtsgottesdienstes im Osnabrücker Dom. Nach seiner Pensionierung sei der Priester sogar zum zeitweiligen Leiter einer Pfarrei und zum unterstützenden Priester ernannt worden – „von mir unterschrieben“, fügte Bode an.

„Dessen bin ich mir schmerzhaft bewusst, und ich bitte dafür um Vergebung und Entschuldigung.“ Der Priester habe „sich schwerer sexueller Vergehen schuldig gemacht, die eine breite Spur des Unheils nach sich gezogen haben und es noch tun“, sagte der Bischof. Erst jetzt hätten einige Opfer die Dinge aufgedeckt und öffentlich gemacht. Andere seien dadurch ermutigt worden, ebenfalls das Schweigen zu durchbrechen.

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„Nicht nur Christen kennen eine Heilige Nacht“

© AFP, FR Christen in der Geburtskirche in Bethlehem.
Im Gespräch erzählt Theologe Karl-Josef Kuschel, dass die „Heilige Nacht“ kein Privileg der Christen ist.

Von Simon Berninger | Frankfurter Rundschau

Herr Kuschel, Sie beschreiben in Ihrem aktuellen Buch ein besonderes Erlebnis zwischen Alt-Kanzler Helmut Schmidt und Ägyptens ehemaligem Präsidenten Anwar as-Sadat. Worum ging es?
Der Bundeskanzler wurde anlässlich eines Staatsbesuchs im Dezember 1977 vom damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Anwar as-Sadat zu einer Fahrt auf dem Nil von Luxor nach Assuan eingeladen. Sie dauerte einen Tag und eine Nacht. Und während die beiden in der Nacht die Sterne am Himmel über Ägypten betrachteten, erklärte Sadat dem ahnungslosen Deutschen, dass die drei großen monotheistischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, gemeinsame Wurzeln haben. Das Christentum kann nicht ohne das Judentum, und der Islam kann nicht ohne Judentum und Christentum verstanden werden. Davon hatte der Protestant Helmut Schmidt bis dahin keine Ahnung.

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Missbrauchsfälle erschüttern massiv das „Gebälk der Kirche“

Die in den vergangenen Jahren weltweit bekanntgewordenen Fälle von sexuellem Missbrauch durch Priester müssen nach Meinung des Hildesheimer Bischofs Heiner Wilmer zu einem grundlegenden Umdenken in der katholischen Kirche führen. Dies sei aus seiner Sicht ein Thema, „das so massiv das Gebälk der Kirche erschüttert wie nur selten große historische Ereignisse“, sagte Wilmer in einem Interview zu Weihnachten auf NDR Info.

evangelisch.de

Der katholische Bischof erinnerte an das verheerende Erdbeben in Lissabon im Jahr 1755. Damals hätten Theologen in ganz Europa gefragt, wie Gott so etwas zulassen könne und ob sie angesichts der vielen Opfer einfach so weitermachen könnten wie bisher.

„Ich finde, dass die Situation, die wir in diesen Jahren erleben, dazu führen muss, dass wir sie nicht nur organisatorisch behandeln“, betonte Wilmer mit Blick auf die Missbrauchsfälle.

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Kirchenmitgliedschaft: Wer’s glaubt

Für Milo Pablo Momm ist der katholische Glaube ein wichtiger Teil seines Ichs. © privat
Sie sind in der Kirche? Warum eigentlich? Aus Schuld, Faulheit oder tiefem Glauben: Vier von 45 Millionen Kirchenmitgliedern erzählen, warum sie nicht ausgetreten sind.

Von Matthias Kreienbrink |ZEIT ONLINE

An Heiligabend sind die Kirchen voll, an den 364 anderen Tagen im Jahr immer leerer. Es sind unterschiedliche Gründe, aus denen Gläubige der Institution Kirche, evangelischer wie katholischer, den Rücken kehren. Wir haben vier Menschen getroffen, die noch in der Kirche sind: Ein tiefgläubiger, schwuler Katholik, eine zweifelnde Studentin, eine genervte Protestantin, die den Weg zum Amtsgericht nicht schafft. Und eine Nichtgläubige, die nicht austritt, um ihre Arbeit zu behalten.

Milo Pablo Momm, 41, Berlin, Opernregisseur

Ich bin auch heute noch Teil der katholischen Kirche – als schwuler Mann. Weil ich mit einem sehr positiven Glauben aufgewachsen bin. Kirche ist für mich eine Gemeinschaft der Gläubigen. Sie besteht aus täglichen Ritualen, dem Beten, den Festtagen, aus einem Gottesdienst in meiner Gemeinde in Schöneberg, in der auch schwule Paare nicht komisch angeschaut werden. Auch wenn ich wegen meines Berufs nicht mehr so oft dazu komme, meinen Glauben so zu praktizieren.

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Psychotherapeut Müller fordert „Entmachtung“ der Bischöfe

Bild: © KNA
Der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller findet harte Worte gegenüber den Bischöfen: Im Missbrauchsskandal hätten sie sich als unfähig in der Leitung der Kirche erwiesen. Deshalb fordert er Konsequenzen.

katholisch.de

Eine „Entmachtung“ der Bischöfe fordert der Theologe und Psychotherapeut Wunibald Müller. „Der Missbrauchsskandal zeigt, dass sich viele Verantwortliche in der Kirche, vornehmlich die Bischöfe, in der Vergangenheit als nicht fähig erwiesen haben, die Kirche gemäß dem Evangelium zu leiten und vor Schaden zu bewahren“, schreibt der ehemalige Leiter des Recollectio-Hauses der Abtei Münsterschwarzach in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag auf welt.de.

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Türkisches Militär und Milizen bereiten sich auf Angriff auf syrische Kurden vor

Mit dem Deal mit Erdogan gibt Trump die bislang verbündeten Kurden zum Abschuss frei, es sei denn Europäer übernehmen die Schutzfunktion

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Nach dem Deal zwischen US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan scheint das Schicksal der syrischen Kurden und ihrem Projekt einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaft besiegelt zu sein. Zuvor hatte schon Russland aus geostrategischen Gründen die Türken nicht nur in Afrin einmarschieren lassen, sondern auch den Luftraum für Kampfflugzeuge freigegeben.

Was die beiden Präsidenten ausgemauschelt haben, ist im Wesentlichen unbekannt, es könnte allerdings auch nur darin bestehen, dass die Türkei wieder stärker an die USA heranrückt, der Handel ausgebaut wird und Ankara gleich für Milliarden Patriot-Raketenabwehrsysteme kauft, während Trump das von den Kurden kontrollierte Gebiet in Syrien der Türkei überlässt, die dort machen kann, was sie will, sofern ausgerechnet sie den Kampf gegen den Islamischen Staat weiterführt.

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IS-Flagge in der Nähe von beschädigter Oberleitung entdeckt

dpa, FR Die S-Bahn Berlin-Karlshorst.
Nach einem Schaden an einer Bahn-Oberleitung in Berlin-Karlshorst entdeckt die Polizei eine IS-Flagge sowie Schriftstücke in arabischer Sprache.

Frankfurter Rundschau

An einer Regio- und EC-Trasse in Berlin-Karlshorst hat die Polizei nach einem Schaden an einer Bahn-Oberleitung in Berlin-Karlshorst eine IS-Flagge sowie Schriftstücke in arabischer Sprache sichergestellt. Ermittelt wird noch, inwieweit die gesicherten Gegenstände mit der Beschädigung der Oberleitung im Zusammenhang stehen, teilte die Polizei am Dienstag mit.

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