Jemen: Der erste Schritt zum Anfang vom Ende


Bab al-Mandab. Aufnahme: Nasa / World Wind; gemeinfrei
Im Jemen-Krieg haben die Vereinten Nationen mit einem brüchigen Waffenstillstand in der Hafenstadt Hodeidah einen ersten kleinen Erfolg erzielt.

Oliver Eberhardt | TELEPOLIS

Am Ende ging alles ungewöhnlich schnell: Mehr als drei Jahre, nachdem im Jemen der Bürgerkrieg ausgebrochen war, und sechs Monate, nachdem Truppen der Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur al-Hadi mit einer „Goldener Sieg“ genannten Offensive auf die Hafenstadt Hodeidah begonnen hatten, haben sich die Konfliktparteien Anfang Dezember in Stockholm auf einen Waffenstillstand in der Hafenstadt geeinigt.

Und tatsächlich ist in der Stadt, über die ein Großteil der Hilfslieferungen und Importe abgewickelt wird, nun eine brüchige Ruhe eingekehrt: Es komme immer wieder mal zu Schießereien und zu Auseinandersetzungen, berichtet die Pressestelle der Vereinten Nationen. Doch niemand habe damit gerechnet, dass von jetzt auf gleich alles gut werde; die Waffenruhe sei ein erster Schritt auf einem langen, komplizierten Weg.

Allein schon die To-Do-Liste für den Waffenstillstand in Hodeidah ist umfangreich: Regierungstruppen und die Houthi-Milizen, die die Stadt und die umliegende Provinz bislang kontrollierten, sollen abziehen; überwachen soll das ein Team um den ehemaligen niederländischen Generalmajor Patrick Cammaert, der am vergangenen Sonntagabend in der Hafenstadt eingetroffen ist.

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