Moschee-Finanzierung: Freiwillige Abgabe oder Steuer?


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Muslimische Gemeinden müssen unabhängiger finanziert werden – da sind sich viele einig. Eine Steuer sei jedoch keine Lösung, sagt die Berliner Moschee-Gründerin Ates. Sie plädiert für eine Sozialabgabe.

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In der Diskussion über eine eigenständige Finanzierung der Muslime in Deutschland hat sich die Berliner Moschee-Gründerin Seyran Ates gegen eine Moschee-Steuer und für eine freiwillige Abgabe der muslimischen Gemeinden ausgesprochen. „Es ist keine gute Idee, die aktuellen (Islam-)Verbände zu Körperschaften öffentlichen Rechts zu erklären und eine Kirchensteuer-ähnliche Moschee-Steuer einzuführen“, sagte sie im Morgenmagazin. „Es gibt bei den fünf Säulen des Islams die sogenannte Zakat, die soziale Pflichtabgabe. Darüber könnte man das besser regeln.“

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2 Comments

  1. Die Moscheesteuer wird, es war nicht anders zu erwarten, mit der Kirchensteuer begründet. Rechtswirksam wäre die Form einer anerkannten Religionsgemeinschaft als KdöRs notwendig.
    Selbst die Kirchensteuer ist ein Anachronismus. Aus der Zeit gefallen, man könnte auch von versteckter Staatskirche sprechen. Den Aufschrei der politischen Gottesknechte, Betschwestern-und Brüder, höre ich wohl. Sie mogeln sich an der Realität vorbei, die von ihnen negiert wird. Es wäre an der Zeit, die Kirchen und damit alle anderen Religionsgemeinschaften als volljährig und damit geschäftsfähig anzuerkennen und aus der Obhut des Staates zu entlassen. Die von ihnen so hoch geschätzte Eigenverantwortung endlich anwendend.
    Sie sollen sich selbst kümmern und ihre Partys und Gottessausen selbst bezahlen. Egal, wie man den imaginären Freund im Himmel auch nennen mag.

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  2. Was über eine Moschee-Steuer gut wäre, und weshalb ich absolut dafür bin, ist das dadurch klar definierte Ausstiegsszenario aus dem Islam. Momentan ist ein Moslem in ihrem eigenen Selbstverständnis für immer Moslem. Die Steuer würde auch die Möglichkeit einer klar definierten Abmeldung beim Standesamt mit sich bringen, und ich glaube das wäre eine gute Sache.

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