Andalusien rückt ganz weit nach rechts


VOX-Parteichef Santiago Abascal. Bild: Contando Estrelas/CC BY-SA-2.0
Die beiden rechten spanischen Parteien PP und Cs schnüren Bündnisse mit der rechtsextremen Partei VOX, um die bevölkerungsreichste Region zu regieren

Ralf Streck | TELEPOLIS

Wie Telepolis vor den Regionalwahlen in Andalusien erklärt hatte, sind die Wahlen stets eine Vorhersage für Entwicklungen in ganz Zentralspanien. Angesichts der Ergebnisse, dass die drei rechten bis rechtsextremen Parteien fast eine absolute Stimmenmehrheit erreichten, mit 59 Sitzen über eine klare absolute Sitzmehrheit verfügen, bahnte sich nichts Gutes an. Wie erwartet haben sich die Volkspartei (PP) und ihre beiden Abspaltungen Ciudadanos (Bürger/Cs) und VOX darauf geeinigt, dass der andalusische PP-Chef Juanma Moreno neuer Regierungschef wird. Damit werden erstmals seit dem Ende der Franco-Diktatur die Sozialdemokraten (PSOE) von der Regierung verdrängt. Mit Moreno wird ein Verlierer auf den Präsidentensessel gehoben, denn seine PP büßte Stimmen und sieben Sitze ein, wurde aber hinter der PSOE zweitstärkste Kraft.

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