Forscher: Bei Kirchen dominiert moralische Sicht auf Migration


Migranten an der Grenze zu den USA © Ramon Espinosa (dpa)
Bei den Kirchen steht nach Worten des Sozialwissenschaftlers Manfred Spieker eine moralische Perspektive auf Migrationsfragen im Vordergrund. Er hat Vorschläge, wie mit Migration und Integration umgegangen werden sollte.

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Wenn Papst Franziskus die Aufforderung „aufnehmen, schützen, fördern, integrieren“ formuliere, sei das nicht falsch, schreibt Spieker in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am Montag. Diese Imperative „enthalten Pflichten, die sich aus dem Solidaritätsprinzip ergeben. Aber sie sind unvollständig.“

Kontrolle der Grenzen

Der demokratische Rechtsstaat müsse eine Ordnungsfunktion und Stabilität sichern, um diese Forderungen erfüllen zu können, betont der Wissenschaftler: „Der Schutz der Handlungsfähigkeit des Aufnahmestaates gebietet die Relativierung der vier Imperative“. Das „Erfordernis einer Grenzkontrolle“ sei indes in kirchlichen Stellungnahmen aktuell „ein blinder Fleck“.

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