Belgien: Drastische Schächtbeschränkungen treten in Kraft

Seit dem 1. Januar ist in Teilen Belgiens das koschere Schlachten verboten. Auch das islamische Schächten ist dabei betroffen.

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Am 1. Januar ist in der belgischen Region Flandern das Verbot des koscheren Schlachtens in Kraft getreten. Bereits im Juli 2017 war das Gesetz vom Parlament der Region verabschiedet worden, welches das Schlachten von Tieren ohne vorherige Betäubung untersagt. Auch das Schlachten nach dem islamischen Ritus wird gemäss dem neuen Gesetz verboten sein.

Die Region von Wallonien in Süd-Belgien verabschiedete bereits im Mai 2017 eine Gesetzgebung, die das koschere Schlachten verbietet. Das Gesetz wird im September 2019 in Kraft treten. «Dass Provinzen in Belgien diese Art von anti-religiöser Massnahme verabschiedet haben, ist ein Affront gegenüber den europäischen Werten, die wir alle so hoch halten», sagte Rabbi Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz und Oberrabbiner von Moskau.

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Warum Asia Bibi für ihren Glauben sterben sollte

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild

Der Christengott liebt das Blut seiner Anhängerschar. Das monetäre Opfer, Geldzahlungen, in Deutschland Kirchensteuer genannt, reicht ihm nicht. Er braucht Tote, die für den Glauben an ihn gestorben sind, ermordet wurden, gefoltert, was auch immer. Stuss dieser Art versucht der absolutistische Kirchenfürst aus Rom der Allgemeinheit zu vermitteln. So twittert er, zwischen den Feiertagen:

„Die Kirche wächst durch das Blut der Märtyrer, der Männer und Frauen, die ihr Leben für Jesus hingeben. Heute gibt es viele von ihnen, auch wenn sie keine Nachricht wert sind.“

Nehmen wir als Beispiel die Katholikin Asia Bibi, wegen Blasphemie gegen den islamischen Gott zum Tode verurteilt, Jahre in Haft zugebracht, steht nun für die römische Spukgestalt die Gefahr, dass sie mit dem Leben davon kommt und schon ist sie für die Weltkirche der Katholen nicht mehr wertvoll. Asia Bibi, von einem frommen, islamischen Extremismus auf der Straße geschlachtet, in der Wohnung oder im Gefängnis. Der vatikanische Geisterbeschwörer würde um ihre Seele beten, nicht um ihr Leben, da ist sie, den Worten nach, wertlos. Nur Blut, von frommen Katholiken hilft der Kirche im Wachstum.
Das vom Papst zitierte von einem islamistischen Mufti, Ayatollah geäußert und die westliche Welt würde kollektiv Aufschreien. Die islamistischen Verbände in Deutschland entschuldigen sich reihenweise um dann zum Althergebrachten zurück zu kehren.
Dass, vom römischen Franz geäußerte ist schlichtweg idiotisch zu nennen, inhuman und zeigt ein äußerst fragwürdiges Menschenbild. Was die politischen Gottesmägde und -knechte nicht davon abhält ihm metaphorisch die Füße zu küssen. Keine Kritik am Ewiggestrigen, feuchten Auges blickte man die letzten Tage nach Rom, sehend, den Kitsch, die esoterische Geisterbeschwörung, den Obskurantismus des Todes, weil dieser die Kirche wachsen ließe.

Also, Asia Bibi, geh sterben, kirchengefällig, oder lebe menschlich. Letzteres ist eine gute Alternative.

Bild: Twitter @Pontifex_de. Screenshot: bb

„Verlorene“ Sterne verraten Dunkle Materie

Galaxiencluster Abell S1063: Das Licht der aus den Galaxien ausgeschleuderten Sterne – hier bläulich – verrät, wo sich Dunkle Materire verbirgt. © NASA/ ESA, M. Montes/ University of New South Wales]/caption]

Verräterisches Leuchten: Das schwache Licht von aus Galaxien herausgeschleuderten Sternen liefert ganz neue Einblicke in die Dunkle Materie. Denn die Position dieser Sterne in Galaxienclustern verrät genauer als alle anderen Methoden, wie die Dunkle Materie in diesen Clustern verteilt ist, wie eine Studie nun enthüllt. Das könnte helfen zu klären, ob Dunkle Materie nun mit sich selbst interagiert oder nicht.

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Dunkle Materie macht vier Fünftel aller Materie im Kosmos aus – dennoch wissen wir so gut wie nichts über sie. Zwar scheint klar, dass sie die Bewegung von Galaxien prägt, im gesamten Universum verteilt ist und als „Dunkler“ Strom mitten durch unsere Lokale Gruppe und sogar durch unser Sonnensystem fließt. Doch aus welchen Teilchen sie besteht, ob diese geladen sind oder nicht und ob die Dunkle Materie mit sich selbst wechselwirkt oder nicht, ist bis heute ungeklärt.

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Michel Houellebecq: Der Prophet der „Gelbwesten“

© afp, FR Proteste in Paris.
In seinem neuen Roman „Serotonin“ beschreibt Michel Houellebecq die Verelendung der französischen Landbevölkerung.

Von Stefan Brändle | Frankfurter Rundschau

Schreiben kann er teuflisch gut. Doch hat Michel Houellebecq, der preisgekrönte Skandalautor der französischen Literatur, auch seherische Qualitäten? 2001 schrieb er in „Plattform“ über einen Terroranschlag auf ein fernöstliches Ferienparadies; ein Jahr später forderte ein Attentat in Bali mehr als 200 Menschenleben. 2015 erschien „Unterwerfung“ über den Vormarsch des Islamismus in Frankreich – just am Tag vor dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“.

In seinem neuen Roman „Serotonin“ beschreibt Houellebecq eine Verkehrsblockade, wie sie die Gelbwesten seit November inszenieren. Den Text des Buches hatte er schon im September abgeliefert und seither nicht mehr modifiziert.

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Elektrifizierung: Enorme Fortschritte

Foto: Bru-nO/CC0
Die Energie- und Klimawochenschau: Von Fortschritt und Fortschrittsängsten, von Preisverfall und Schnäppchenjägern und von einer weiter expandierenden Solarindustrie

Wolfgang Pomrehn | TELEPOLIS

Tageszeitungen, Magazine und Nachrichtensendungen bombardieren ihre Leser und Zuschauer gewöhnlich mit allerlei Unglücken, Katastrophen und Kriegen. Auch in Sachen Klimaschutz und Energiepolitik ist das meist nicht anders. Dabei gerät leicht aus dem Blick, dass es durchaus auch erfreuliche Nachrichten gibt, dass sogar hin und wieder auch über positive Trends berichtet werden kann.

Ein Beispiel dafür sind die Fortschritte in der globalen Elektrifizierung. Noch um das Jahr 2000 waren weltweit über zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zur Stromversorgung, doch inzwischen sind es weniger als eine Milliarde. Das geht aus Informationen der Internationalen Energie Agentur (IEA) hervor. Indien habe 2018 alle Dörfer elektrifiziert und wolle bis Anfang der 2020er den allgemeinen Zugang zur Stromversorgung überall sicherstellen.

In Asien habe die Elektrifizierung 2017 91 Prozent der Menschen erreicht. Im Jahre 2000 seien es erst 67 Prozent gewesen. In Bangladesch wären vor 18 Jahren erst 20 Prozent der Menschen mit elektrischer Energie versorgt worden, 2017 seien es hingegen bereits 80 Prozent gewesen. In Indonesien – mit seinen bald 270 Millionen Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Staaten – hätten inzwischen 95 Prozent der Einwohner Zugang zum Netz.

Quo vadis, Afrika?

Derweil liegt Afrika in der Entwicklung noch weit zurück. Erst ab 2014 wurden Fortschritte in der Elektrifizierung schneller als das Bevölkerungswachstum. Daher warten südlich der Sahara über 600 Millionen Menschen – mehr als im Jahre 2000 – weiter darauf, ihre Lebensmittel kühlen, abends bei Licht lesen und arbeiten oder das Handy im eigenen Haus aufladen zu können.

Die IEA vermisst in Afrika jedoch eine weitere Beschleunigung der Elektrifizierung und geht davon aus, dass das Bevölkerungswachstum den Fortschritt auffressen wird. Deshalb werde die Zahl der Menschen ohne Zugang zur Stromversorgung bis 2030 sogar wieder leicht zunehmen. Allerdings hat die IEA bisher in allen ihren Prognosen der letzten 20 Jahre regelmäßig das Potenzial der erneuerbaren Energieträger unterschätzt.

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Deutschland im UN-Sicherheitsrat: In der ersten Reihe

Bild: tagesschau.de
Als Deutschland zuletzt Mitglied auf Zeit im mächtigsten UN-Gremium war, hieß der Außenminister noch Guido Westerwelle. Seitdem ist auf der weltpolitischen Bühne viel passiert. Was will Deutschland in den zwei Jahren erreichen?

Von Kai Clement | tagesschau.de

Philosophen sind nicht eben häufig Thema im UN-Sicherheitsrat. Das könnte sich ab sofort ändern. Ein Vorgeschmack: „Als Deutsche kennen wir uns mit Idealismus aus, der kommt ja aus der deutschen Philosophie. Denken wir an Kants Kategorischen Imperativ.“ Der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen ist noch Gast im Sicherheitsrat, als er das sagt. Es geht um das Iran-Abkommen.

Leider aber, so Heusgen weiter, folge die Welt ja nun nicht Kants Maxime, nur so zu handeln, wie man es sich von allen wünschen würde. Auch der Iran nicht. Dennoch sei das Iran-Abkommen immer noch der beste Kompromiss, weil es das etwa gegenüber Israel durchaus aggressive Land wenigstens von der Atomwaffe fernhalte.

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Brasilien: Ein katholisches Land soll evangelikal werden

Brasilien steht am Scheideweg: Politisch links oder rechts? © Leo Correa (dpa)
„Gott wird das Schicksal dieses Volkes zum Besseren lenken“: Seinen Wahlsieg verdankt Jair Bolsonaro nicht zuletzt den Pfingstkirchen. Sie wollen das katholisch geprägte Brasilien nun mithilfe ihres Günstlings grundlegend umgestalten.

DOMRADIO.DE

Der erste Auftritt des neu gewählten brasilianischen Präsidenten galt Ende Oktober der Pfingstkirche „Vitoria em Cristo“ (Sieg mit Christus) in Rio de Janeiro. „Gott wird das Schicksal dieses Volkes zum Besseren lenken. Armut, Gewalt, Arbeitslosigkeit, Korruption – all diese Erscheinungen der Hölle, weg mit euch, im Namen Jesu!“ Mit diesen Worten sprang Pastor Silas Malafaia wie ein Teufelsaustreiber neben Jair Messias Bolsonaro hin und her.

Seinen Wahlsieg hat der Ex-Fallschirmjäger Bolsonaro evangelikalen Gruppen wie dieser zu verdanken. Unter Katholiken, mit 60 Prozent die Mehrheit in Brasilien, lag sein linker Widersacher Fernando Haddad gleichauf. Die Pfingstkirchen repräsentieren nur 30 Prozent, sind aber politisch aktiver. Ihre Anhänger trommelten leidenschaftlich gegen die „korrupte Linke“ – und für den „Messias“.

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Rekord-Rendezvous: Nasa-Sonde „New Horizons“ trifft „Ultima Thule“

Grafische Darstellung der Begegnung der Nasa-Sonde „New Horizons“ mit einem Objekt im Kuipergürtel- – APA/AFP/NASA/JHUAPL/SwRI/HO
Historisches Treffen im Weltraum: Noch nie ist eine Sonde an einem so weit entfernten Himmelskörper vorbeigeflogen.

Die Presse.com

Der Nasa-Sonde „New Horizons“ ist das am weitesten von der Erde entfernte Rendezvous mit einem Himmelskörper geglückt. Rund zehn Stunden danach bekam die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Dienstag das Signal, dass der Vorbeiflug am rund 6,5 Milliarden Kilometer entfernten Objekt „Ultima Thule“ erfolgreich absolviert wurde. Die Sonde befinde sich nach wie vor in gutem Zustand, teilte die NASA mit.

„New Horizons“ flog mit rund 51.500 Kilometern pro Stunde in rund 3.500 Kilometern Abstand an „Ultima Thule“ im sogenannten Kuipergürtel vorbei. Über den Himmelskörper ist bisher extrem wenig bekannt.

Die rund 700 Millionen Euro teure „New Horizons“-Mission hat schon einiges hinter sich: Im Jänner 2006 war die Sonde vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet, danach an zahlreichen Planeten vorbeigekommen. 2015 passierte sie als erster Flugkörper Pluto.

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Deutsche Pkw-Maut soll im Oktober 2020 starten

foto: apa / zentralbild / bernd wüstneck
Deutscher Verkehrsminister bestätigte Zuschlag an deutsch-österreichisches Konsortium

derStandard.at

Die Pkw-Maut auf deutschen Straßen soll im Oktober 2020 starten. Ein entsprechender Vertrag sei am 30. Dezember unterschrieben worden, sagte Deutschlands Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in einem am Dienstag auf Twitter verbreiteten Video.

„Das heißt, wir können Gerechtigkeit auf deutschen Straßen schaffen, weil jeder, der unsere Infrastruktur benutzt, der zahlt auch – ohne Mehrbelastung für die Inländer“, sagte Scheuer in dem Video. Er bezeichnete das als gute Nachricht zum Jahresstart. Der finanzielle und wirtschaftliche Rahmen, den der Deutsche Bundestag vorgegeben hat, werde eingehalten, erklärte der Minister weiter.

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Dodo Müller: Keine Verbindung zwischen Missbrauch und Zölibat

Gerhard L. Müller links im Bild
Laut der Missbrauchsstudie werden Priester weitaus häufiger des Missbrauchs beschuldigt als Diakone. Kardinal Gerhard Ludwig Müller wehrt sich dennoch gegen den Schluss, dass zölibatär lebende Priester besonders zu Sexualverbrechen neigten.

katholisch.de

Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, sieht keine Verbindung zwischen der vorgeschriebenen Ehelosigkeit katholischer Priester und dem vielfachen sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. „Es ist eine diskriminierende Unterstellung, dass Menschen, die freiwillig dem Ruf Jesu in diese Lebensform folgen, besonders disponiert zu Sexualverbrechen wären“, so Müller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

„Den abscheulichen sexuellen Missbrauch von Heranwachsenden zu benutzen, um eine im Evangelium Christi begründete Lebensform zu bekämpfen, nur weil sie dem rein innerweltlichen Denken unverständlich und anstößig erscheint, ist nichts anderes als menschenverachtende Ideologie.“ Durch die Aufhebung des Zölibats würde keine einzige Straftat verhindert, so Müller in dem per Mail geführten Interview.

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Syrien: Trump will über türkische Pufferzone verhandeln

Foto (2017): Weißes Haus / gemeinfrei
Laut Aussagen des republikanischen Senators Lindsay Graham will der US-Präsident den Abzug der US-Truppen aus Syrien erst umsetzen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Thomas Pany | TELEPOLIS

Trumps „Schock-Ankündigung“ (AFP) des Rückzugs der US-Truppen aus Syrien hat ihre Gegner überrascht, wie sich etwa am Rücktritt des Verteidigungsministers Mattis und des Sondergesandten Brett McGurk zeigte, der engen Kontakt zu den Kurden hatte, die in den SDF (Syrische Demokratische Kräfte) bislang die Bodentruppen für die US-Interessen in Syrien stellen.

Als prominenter politischer Kritiker der Entscheidung unter den Republikanern wurde heute auch in deutschen Medien der Senator von South Carolina und angeblich enge Vertraute des US-Präsidenten, Lindsey Graham, hervorgehoben. Die Tagesschau übertitelte ihren Bericht dazu mit der Frage „Überdenkt Trump Abzug aus Syrien?“

Zu erfahren ist dort wie auch in anderen Berichten großer deutscher Medien (etwa hier und hier), dass sich Graham nach einem gemeinsamen Essen mit Trump öffentlich hinter den Präsidenten stellte. Der habe ihm Dinge über Syrien gesagt, die Graham „zuvor nicht wusste“, so Graham gegenüber CBS. Nun fühle er sich sicherer, was die Ziele in Syrien anbelangt.

Als Begründung nannte Graham, dass der Präsident versprochen habe, den IS zu zerstören – und zwar „auf Dauer“, wie Graham dann auf seinem Twitterkonto erklärte. Als zweiten essentiellen Punkt führte er an, dass Trump den Abzug so plane, dass Iran nicht die Lücke füllen werde, und drittens, dass „unsere kurdischen Verbündeten geschützt werden“. Trump sei im Gespräch mit „unseren Kommandeuren und Verbündeten, um sicherzustellen, dass alle drei Ziele erfüllt sind, wenn der Rückzug umgesetzt wird“, so Graham.

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Theologin: Genmanipulierte Babys sind ein Skandal

Die Theologin Elisabeth Gräb-Schmidt hat die Geburt der mutmaßlich ersten genmanipulierten Babys als „skandalöses Vorgehen und nicht hinnehmbar“ kritisiert.

evangelisch.de

Die Nachricht eines chinesischen Forschers über die Veränderung des Erbguts von Zwillingsmädchen zeige, dass es allgemeine ethische Leitlinien brauche, die für alle Wissenschaftler verbindlich sind, sagte die Direktorin des Instituts für Ethik an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Zwar berge die Gentechnologie enorme Potenziale, und die Wissenschaft erhoffe sich davon Heilungschancen beispielsweise bei Krankheiten wie Parkinson und Mukoviszidose, erklärte Gräb-Schmidt, die dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Deutschen Ethikrat angehört.

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Minister zu Anschlag: Lenker in Bottrop hatte „klare Absicht, Ausländer zu töten“

foto: apa/dpa/marcel kusch
Absperrung am Berliner Platz in Bottrop: Ein Autofahrer hatte hier in der Silvesternacht seinen Wagen gezielt in eine Fußgängergruppe gesteuert und mindestens vier Menschen zum Teil schwer verletzt.
Ein 50-jähriger Deutscher ist in der Silvesternacht in Bottrop im Ruhrgebiet aus fremdenfeindlichen Motiven mit einem Pkw in eine Menschengruppe gefahren. Mindestens vier Personen wurden teils schwer verletzt.

derStandard.at

Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag sagte der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, dass ein Kind unter den Verletzten sei. Eine 46 Jahre alte Frau habe zeitweilig in Lebensgefahr geschwebt. Der 50-Jährige Autofahrer habe die „klare Absicht“ gehabt, „Ausländer zu töten.“ Der Fall müsse „sehr ernst genommen werden“, es werde mit Hochdruck ermittelt.

„Die Ermittlungsbehörden gehen derzeit von einem gezielten Anschlag aus“, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei wenige Stunden vorher mit. „Bereits bei seiner Festnahme äußerte sich der Fahrer mit fremdenfeindlichen Bemerkungen.“

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