Christian Lindner: Bin kein Kirchenfeind, aber…


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Mit 18 Jahren trat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner aus der katholischen Kirche aus. Was ihn an der Institution stört und warum er Papst Franziskus für konservativ hält, sagt er jetzt in einem Interview.

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Christian Lindner (39), konfessionsloser FDP-Parteichef, betrachtet sich selbst nicht als „harten Atheisten oder gar Kirchenfeind“. Er sei aber keiner, „der einmal im Jahr pro forma in die Christmette geht. Das brauche ich nicht“, sagte Lindner im Interview der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ (Donnerstag).

Auch eine „konservative Haltung“ von Papst Franziskus „in bestimmten Glaubensfragen“ störe ihn, so Lindner weiter. Die wirtschaftspolitische Position des Papstes halte er „für einen Rückfall hinter ‚Centesimus annus‘ von Johannes Paul II.“ Die Sozialenzyklika von 1991 geht auf die Lage des Westens genauso ein wie auf die Situation von Entwicklungsländern. Die Aussagen von Franziskus seien dagegen „einzig geprägt aus der lateinamerikanischen Perspektive. Das finde ich fragwürdig für einen Führer der Weltkirche“, so Lindner.

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