Die „extrem effiziente Tötungsmaschinerie“ der Nazis


Deportation nach Treblinka vom Getto in Siedlce 1942.Bild: PD
In 100 Tagen wurden mindestens 1,3 Millionen Juden getötet, was die deutsche Vernichtungsmaschine etwa auch im Vergleich zum Ruanda-Völkermord singulär macht

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Wenn Politiker wie AfD-Chef Gauland von der Nazizeit als einem „Vogelschiss“ sprachen, um die ansonsten angeblich „erfolgreiche deutsche Geschichte“ hervorzukehren, während er die „Masseneinwanderung radikaler Muslime“ als „eigentliche Bedrohung jüdischen Lebens in Deutschland“ ansieht, ist das grotesk. Ebenso grotesk ist die Abwehr von „Menschen aus fremden Kulturen“ in Deutschland, wo die Deutschen mit oder trotz ihrer Kultur und Religion und mit der vorhandenen Technik und Wissenschaft einen negativen Rekord der Massenvernichtung und des Völkermords zustande brachten.

Es ist leider angesichts der neuen Nationalisten, die die Nazizeit wie Gauland verdrängen oder wie andere gleich verklären, immer wieder notwendig, an den unvorstellbaren Barbarei zu erinnern, der auf dem Boden der so gern beschworenen deutschen Kultur möglich wurde. „Nur“ die systematische Vernichtung von Juden im Holocaust war eine der mörderischsten kollektiven Taten der menschlichen Geschichte.

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