Grönlands Eis setzt Methan frei


Der Grönländische Eisschild – eine unterschätzte Methanquelle? © Christine Zenino/ CC-by-sa 2.0
Unterschätzte Treibhausgas-Quelle? Der Grönländische Eisschild setzt offenbar tonnenweise Methan frei. Wie Messungen nahelegen, gelangt das potente Treibhausgas während der Tauperiode im Sommer kontinuierlich mit Schmelzwasser an die Oberfläche. Damit könnte der Eisschild erheblich zu den globalen Emissionen des Klimagases beitragen. Ein ähnliches Phänomen sei zudem auch für die Antarktis vorstellbar, berichten die Forscher im Fachmagazin „Nature“.

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Die Wirkung des Treibhausgases Methan ist rund 20- bis 30-mal so hoch wie die von Kohlendioxid. Neben menschlichen Aktivitäten wie die Erdgasgewinnung oder die Viehzucht tragen auch natürliche Quellen zur Freisetzung dieses hochwirksamen Klimagases in die Atmosphäre bei – zum Beispiel Feuchtgebiete und Sümpfe. Hier entsteht Methan, wenn Mikroorganismen im Boden organisches Material unter Ausschluss von Sauerstoff zersetzen – und wird dann nach und nach über die Wasseroberfläche freigesetzt.

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