Debatte um Rückgabe von Kolonial-Kulturgütern intensiviert sich: Museen als Raubkunstpaläste?


Raubkunst aus Benin © Daniel Bockwoldt (dpa)
Die Diskussion um Objekte aus deutscher Kolonialzeit verstärkt sich. Immer mehr Politiker und Museumsexperten fordern eine Rückgabe. Doch damit allein ist es nicht getan.

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Diese Bibel hat einen langen Weg zurückgelegt: 1866 wurde das Neue Testament in der Sprache des namibischen Volks Nama in Berlin gedruckt. Später gelangte es in den Besitz von Hendrik Witbooi, einem Anführer des Widerstands gegen die deutschen Kolonialherren. 1893 erbeutete die deutsche Schutztruppe die sogenannte Witbooi-Bibel. 1902 schließlich wurde sie dem Stuttgarter Lindenmuseum geschenkt.

Schon bald geht die Reise zurück: Im Februar will Baden-Württemberg das Buch zusammen mit einer Lederpeitsche Witboois der namibischen Regierung zurückerstatten.

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