Erst seit dem 14. Jahrhundert ist einer der drei Könige schwarz Henker, Hexen, Teufel – und dann ein König


Die Heiligen Drei Könige in der Krippe auf dem Petersplatz © Harald Oppitz (KNA)
Black is beautiful? In der Malerei und Literatur des Mittelalters galt schwarze Hautfarbe noch als Symbol für Hexer, Teufel und Außergesetzliche. Erst ab dem 14. Jahrhundert wird einer der drei Könige ein Schwarzer.

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Der Vorwurf lautet auf Diskriminierung und Rassismus: Seit mehreren Jahren spaltet der „Zwarte Piet“ (Schwarze Peter) die Niederländer. Auch im abgelaufenen Jahr diskutierte das Land einmal mehr über die Hautfarbe des Nikolaushelfers, der in der Regel schwarz geschminkt ist, die Lippen rot angemalt hat und Ohrringe trägt. Auch in Deutschland gab es bisweilen Proteste, weil katholische Sternsinger, als Heilige Drei Könige verkleidet, zur Weihnachtszeit mit einem schwarz geschminkten König von Haus zu Haus zogen. In manchen Gemeinden wird aufs Schminken mittlerweile ganz verzichtet.

Das sogenannte „Blackfacing“ – 2015 als Begriff zum Anglizismus des Jahres gewählt – als Angriff auf die Menschenwürde? Dabei können die Anfänge der Darstellung eines dunkelhäutigen Königs in der christlichen Bildsprache und in der europäischen Kunst geradezu als Zeichen der Aufgeschlossenheit für Afrika gedeutet werden.

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