Drei Formen des Friedens


Grafik: TP
Ob zwei in Frieden miteinander leben, zeigt sich daran, wie sie ihre Konflikte austragen. Ist Gewalt im Spiel, dann ist zwischen den beiden kein echter Frieden. Erst recht nicht dann, wenn Krieg

Georg Meggle | TELEPOLIS

Was ist Gewalt – und was ist Krieg? Darüber herrscht keineswegs Einigkeit. Aber klar ist: Je schwächer die Begriffe von Gewalt und Krieg, desto stärker der resultierende (negative) Friedens-Begriff. (Negativ, weil nur über die Negation von Gewalt und Krieg definiert.)

Den stärkst möglichen (positiven) Friedens-Begriffen entsprechen die Paradiesträume der verschiedenen Kulturen. Dort fehlt sogar die Voraussetzung für Unfrieden. Im Paradies gibt es keine Konflikte. Bei uns schon. Ein insofern „realistischer“ Friedens-Begriff ist z.B. der von Thomas Hobbes: „Die Zeit aber, in der kein Krieg herrscht, heißt Frieden.“

Die wichtigste Frage ist: Was ist gegen Krieg zu tun? Im Wesentlichen gibt es darauf drei Antworten, je nachdem, ob der Frieden durch (1) (Androhung von) Gewalt, durch (2) das Recht oder (3) durch Gerechtigkeit bewirkt werden soll.

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