Evangelikale Nashville-Erklärung – „orthodoxes Anti-Homo-Manifest“


Gemeinhin ist bekannt, dass Homosexualität in christlichen Kreisen kontrovers diskutiert wird. So auch in den Niederlanden. In dem Land, das im Jahr 2000 als erstes Land der Welt die Ehe für homosexuelle Paare öffnete, wurde gestern die sogenannte Nashville-Erklärung über biblische Sexualität veröffentlicht.

NiederlandeNet

Das Dokument, das ursprünglich aus den USA stammt und ins Niederländische übersetzt worden ist, wendet sich entschieden gegen Homo- und Transsexualität. Eine offizielle Liste der Unterzeichner steht zwar noch aus, bekannt ist bislang aber bereits, dass sich der Spitzenpolitiker und Abgeordnete der orthodox-kalvinistischen SGP, Kees van der Staaij, unter den Erstunterzeichnern befindet.

Ein „orthodoxes Anti-Homo-Manifest“ nennt die niederländische Tageszeitung Trouw die Nashville-Erklärung. Die Tageszeitung mit Redaktionssitz ins Amsterdam gilt selbst als christlich orientiert. Dennoch kritisiert sie die Veröffentlichung der evangelikalen Erklärung, die eine starke Meinung in Bezug auf Homosexualität transportiert. Bereits im ersten Artikel der Erklärung ist zu lesen: „WIR BESTREITEN, dass Gott die Ehe als homosexuelle, polygame oder polyamouröse Beziehung erdacht hat.“ Homosexualität, aber auch „Transgenderismus“ werden im Text als sündig bezeichnet. Dasselbe gelte für Menschen, die nicht monogam leben wollten. Die Geschlechtsmerkmale der Menschen seien überdies „integrale Bestandteile von Gottes Zweck für unser Selbstverständnis als Mann und Frau.“ Aus diesem Grunde sei es notwendig, „gegen ein Transgender-Selbstverständnis zu kämpfen und dieses falsche Selbstverständnis zu verleugnen.“

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