Die Caritas, der politische Arm der katholischen Kirche


Caritas-Präsident Michael Landau. – APA/HERBERT NEUBAUER
Wer selbst politisch agiert, darf auch nach politischen Maßstäben gemessen werden. Es kommt allerdings auf den Ton an.

Oliver Pink | Die Presse.com

„Profitgier“ hat FPÖ-Klubchef Johann Gudenus der Caritas am Heiligen Abend unterstellt, FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker legte während der Weihnachtsfeiertage nach, sprach von der „Asylindustrie“, die die Caritas bediene. ÖVP-Staatssekretärin Karoline Edtstadler rief beide Seiten zur Mäßigung auf – und wurde dann heftig dafür kritisiert, dass sie die Angreifer (die FPÖ) mit den Angegriffenen (der Caritas) gleichsetze.

Allerdings: Begonnen hat diesmal die Caritas. Am 23. Dezember beklagte Caritas-Präsident Michael Landau das „Empathiedefizit der Regierung“. Wichtiger als neuer Stil sei guter Stil. „Mit Sorge beobachten wir einen Klimawandel in unserem Land.“ Der Ton werde rauer, das Klima kälter. „Ich habe den Eindruck, hier ist der gesellschaftliche Wertekompass ein Stück weit abhandengekommen oder verrutscht.“

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