Es ist Unsinn, über Gott zu reden


Bild: Foto: Wittgenstein Archive Cambridge, dpa
Abenteuerlich, wie vor 100 Jahren ein Buch in die Welt kam, das das Denken revolutionieren sollte. Und dabei wird etwas Wesentliches in ihm meist übersehen! Ludwig Wittgensteins „Tractatus“ bleibt faszinierend

Von Wolfgang Schütz | Augsburger Allgemeine

Es gibt nicht wenige Sätze in diesem dünnen Buch, die legendär geworden sind. Darunter der letzte: „7 Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ Denn gemeint ist damit ja Wesentliches von dem, was die Philosophie bis dahin über 2000 Jahre hinweg beschäftigt hat: die Moral, der Sinne des Lebens, Gott … Und zuvor schon: „5.6 Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt …“ Oder: „5.632 Das Subjekt gehört nicht zur Welt, sondern es ist eine Grenze der Welt.“

Gedanken wie in Marmor gemeißelt sind das, präsentiert wie Verordnungen. Mit einem Zahlensystem im Aufbau geordnet und in der Hierarchie gegliedert – wie ein mathematischer Beweis. Oder das Gesetzbuch.

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Ein Gedanke zu “Es ist Unsinn, über Gott zu reden

  1. »Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt« das ist bei mir nicht so. Mein Gehirn denkt nicht in Sprache. Das Problem entsteht dann, wenn es seine Ergebnisse zunächst so übersetzen muss, dass ich sie intrapersonal verstehe und dann habe ich das Problem sie interpersonal in Worte oder Bilder zu fassen.

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