Religionssoziologe Joas: Säkularisierungsthese ist passé


Bild: kathpress.at
Berliner Starphilosoph bei Pastoraltagung in Salzburg widerspricht These von unumkehrbarer „Entzauberung“ der modernen Gesellschaft – Säkularisierung geht nicht automatisch einher mit Modernisierung – Bei Österreichs größter kirchlicher Seelsorge-Fortbildungsveranstaltung bis Samstag „schrumpfende Bedeutung von Religion“ im Mittelpunkt

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Im Blick auf den sinkenden Stellenwert von institutionalisierter Religion in vielen Ländern Europas mag es vielleicht plausibel sein, der These vom Einhergehen der Modernisierung mit Säkularisierung anzuhängen – jedoch, diese lange Zeit vertretene Auffassung stimmt so nicht und ist in der Soziologie auch passé. Darauf hat der deutsche Religionsphilosoph und -soziologe Hans Joas bei der am Donnerstag in Salzburg eröffneten Österreichischen Pastoraltagung hingewiesen. Die USA z.B. seien ein Gegenbeispiel dafür, dass Moderne und auch Wohlstand mit großer religiöser Vitalität einhergehen können, erst recht würden globale und historische Tatsachen allzu platten Deutungen widersprechen. Joas lapidar: „Säkularisierung stirbt tendenziell an Nachwuchsmangel.“

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