Integrationsprojekt „Shalom Rollberg“: Wie sich Juden in Berlin für muslimische Kinder engagieren


Der gebürtige Franzose Gilles Duhem ist Geschäftsführer des Vereins Morus14, wo das Projekt „Shalom Rollberg“ zu Hause ist. Hier auf einem Archivbild als Quartiersmanager mit Jugendlichen in Berlin-Neukölln von 2007. (imago stock&people / Christian Thiel)
Englisch, Kunst oder Kung-Fu: Im Berlin-Neuköllner Integrationsprojekt „Shalom Rollberg“ betreuen Israelis ehrenamtlich vorwiegend muslimische Kinder und Jugendliche. Neben der Förderung der Kids geht es auch darum, Vorurteile abzubauen.

Von Kemal Hür | Deutschlandfunk Kultur

Neun Mädchen und zwei Jungen singen Karaoke. Der Gesang ist dabei Mittel zum Zweck. Die Schüler und Schülerinnen sitzen zusammen und lernen spielerisch Englisch. Isra Mansour ist eine von ihnen, ein Kopftuch bedeckt ihre Haare. Sie ist 15 Jahre alt. Beim anschließenden Vokabelspiel meldet sie sich permanent, korrigiert sogar die anderen.

Sie ist die Beste im Kurs. Inzwischen, doch vor zwei Jahren war das ganz anders. Ihre Schulnoten in Englisch waren nicht die besten. Nachhilfe sollte das ändern. Doch als sie erfuhr, dass sie einen jüdischen Nachhilfelehrer bekommt, habe sie zunächst nicht gewusst, was sie erwarte, erzählt die Schülerin mit einem Lächeln:

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