Alle Jahre wieder: Frankreich am großen Blackout vorbeigeschrammt


AKW Tricastin. Benji/CC0
In diesem Fall spricht die französische Energie-Regulierungskommission davon, dass auch europaweit die Netzfrequenz deutlich unter 50 Hz gesunken ist

Ralf Streck | TELEPOLIS

Haben Sie davon gelesen, dass das französische und vermutlich auch das europäische Stromnetz am vergangenen späten Donnerstag kurz vor dem Zusammenbruch standen? Vermutlich nicht. Denn darüber wird praktisch nicht berichtet. Lapidar hat am Samstag in einer knappen Erklärung die Energie-Regulierungskommission (CRE) auf den Umstand hingewiesen, dass am vergangenen Donnerstag „gegen 21 Uhr die Frequenz im französischen und europäischen Stromnetz deutlich unter 50 Hz gefallen ist.“ Die CRE erklärt auch, was es bedeutet, wenn die Frequenz deutlich abfällt, denn dann könne es zu „bedeutsamen Ausfällen“, einem „Blackout“, kommen.

Die CRE bezieht sich dabei auf eine Mitteilung des Netzbetreibers RTE, der am Donnerstag die industriellen Großverbraucher im Land dazu aufgefordert hatte, „ihren Verbrauch sofort um mehr als 1500 Megawatt zu senken, um die Netzfrequenz zu erhöhen“. Dank der Reaktion habe man dazu beitragen können, die Netzstabilität in Frankreich und Europa zu sichern, heißt es in der kurzen Erklärung weiter.

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