Alan Poseners Waldorf-Propaganda im Deutschlandfunk Kultur

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Rudolf Steiner (Bild: public domain)
Der Deutschandfunk Kultur lädt den Journalisten Alan Posener (Die Welt, Axel Springer SE) zum Gespräch ein, um den 100. Geburtstag der Waldorfschule zu feiern. Was dieser dabei sagte, entsetzte hpd-Autor Andreas Lichte.

Von Andreas Lichte | hpd.de

„Hat Posener das wirklich gesagt?“, frage ich mich. Ich kann es nicht fassen und versuche eine Inhaltsangabe – frei, aus dem Gedächtnis –, es geht ja um „Schule“, und das ist doch eine gute Übung, Prüfung …:

  • Bildung sollte privatisiert werden,
  • weil Waldorfschulen besser als öffentliche Schulen sind:
  • Waldorfschulen fördern das Individuum,
  • deswegen waren sie im Nationalsozialismus verboten.

Boah! Was für ein Blödsinn! Aber meine Inhaltsangabe ist korrekt, wie ich beim Vergleich mit Deutschlandfunk Kultur „Der Mensch im Mittelpunkt“ feststelle. Ich höre mir den Beitrag auch noch einmal an: „Dieser Individualismus (der Waldorfschulen) rekurriert auf das humboldtsche Bildungsideal“, schwärmt Posener im O-Ton.

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Austria: Ethik als Ersatz für Religion ab 2020

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
Schüler freuen sich, andere wollen größere Reform.

Die Presse.com

Ein echter Mehrwert – oder nicht genug: Dass Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) jetzt verpflichtenden Ethikunterricht für Schüler umsetzen will, die keinen Religionsunterricht besuchen, wird unterschiedlich aufgenommen.

Schon vor vier Wochen hatte Faßmann angekündigt, das Vorhaben anzugehen – möglicherweise noch für das kommende Schuljahr, also ab September. Im „Kurier“ spricht der Minister nun davon, dass der Ethikunterricht ab 2020 umgesetzt werden soll – zunächst für Oberstufenschüler, dann sukzessive für die jüngeren Schüler bis zur Volksschule.

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»BDS-Stoßrichtung ist antisemitisch«

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Foto: Thomas Lohnes/Zentraltrat der Juden
Josef Schuster zur Diskussion um die Boykottbewegung und die »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost«

Jüdische Allgemeine

Der Zentralrat der Juden hat die Organisation »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« kritisiert. Der Verein unterstütze aktiv Veranstaltungen der BDS‐Bewegung, betonte Zentralratspräsident Josef Schuster am Dienstag. »Und die Stoßrichtung der BDS‐Bewegung ist unzweifelhaft antisemitisch.«

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Die pakistanische Armee hat gewonnen

In Pakistan haben die Armee und Geheimdienste das Sagen. Foto: Gilbert Kolonko
Die Gewinner des Abzugs amerikanischer Truppen aus Afghanistan sind die pakistanischen Generäle – erfolgreich haben sie die USA an der Nase herumgeführt

Gilbert Kolonko | TELEPOLIS

Zwei Tage nach dem Fall der Türme des Word Trade Centers änderte sich auch die Welt für die pakistanischen Generäle. Nur wegen ihrer militärischen und finanziellen Hilfe war es möglich, dass sich das grausame Taliban-Regime so lange an der Macht halten konnte – trotz völliger Inkompetenz, ein Land zu regieren.

In Washington bestellte der Staatssekretär Richard Armitage den pakistanischen Botschafter und den Chef des pakistanischen Geheimdienstes Inter-Services Intelligence (ISI) ein und stellte sieben Forderungen: darunter auch jene, die Unterstützung für die Taliban zu beenden. Laut des damaligen pakistanischen Diktators General Pervez Musharraf soll Armitage sogar damit gedroht haben, Pakistan zurück in die Steinzeit zu bomben.

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Evangelische Kirche plant Petition für Tempolimit 130

Bild: © sp4764/Fotolia.com
Am Ende soll es zu einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss des Bundestages kommen: Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland kämpft mit einer Petition für das Tempolimit 130 deutschen Autobahnen.

evangelisch.de

Mit einer Petition will sich die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) für das Tempolimit 130 auf deutschen Autobahnen einsetzen. Von Aschermittwoch (6. März) an sollen binnen vier Wochen 50.000 Unterschriften für das Anliegen zusammenkommen, wie EKM-Gemeindedezernent Christian Fuhrmann in Magdeburg ankündigte.

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Sarrazin und Abdel-Samad: „Nicht jeder Muslim ist ein Koran auf zwei Beinen“

Thilo Sarrazin (l.) und Hamed Abdel-Samad sind Islamkritiker. In der Analyse der Probleme unterscheiden sie sich aber deutlich Quelle: Ricarda Breyton
In Dresden diskutieren Thilo Sarrazin und Hamed Abdel-Samad über Herausforderungen der Integration. Die beiden harten Islamkritiker debattieren vor einem homogenen Publikum. Doch bei der Analyse der Probleme unterscheiden sie sich deutlich.

Von Ricarda Breyton | DIE WELT

Ginge es nach Thilo Sarrazin, so dürfte es Geschichten wie die von Hamed Abdel-Samad künftig gar nicht mehr geben. Dieser wurde 1972 als Sohn eines sunnitischen Imams in Kairo geboren und kam als 23-Jähriger nach Deutschland. Er studierte dort Politikwissenschaft, wurde Lehrbeauftragter und Autor. Inzwischen ist er einer der bekanntesten Islamkritiker des Landes. Aber er ist eben auch ein Einwanderer aus einem muslimischen Land.

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Syrische al-Qaida-Milizenallianz: Die PKK ist auch unser Feind

Al-Golani, Anführer der Miliz Hayat Tahrir al-Sham, Screenshot Interview, Twitter
Der Anführer der Miliz Hayat Tahrir al-Scham versucht, als Verhandlungspartner anerkannt zu werden. Der Weg führt über die türkische Regierung

Thomas Pany | TELEPOLIS

Eigentlich waren die Dschihadisten dem Untergang geweiht. Wohin hätten die Mitglieder der Miliz Hay’at Tahrir al-Scham (HTS) gehen können, wenn sie, wie gefordert, ihre Rückzugsgebiete in Idlib verlassen hätten, wenn nicht mittenhinein ins gegnerische Feuer?

Es sah nach den Abmachungen in Sotschi und den Vereinbarungen zwischen der Türkei und Russland ganz und gar nicht gut aus für die von der al-Qaida stammenden Dschihadisten-Miliz, die früher als Jabhat al-Nusra bekannt war. Seit zwei Jahren heißt sie Hay’at al-Tahrir, hat noch immer den gleichen Anführer, „Emir“ Abu Muhammad al-Golani (manchmal auch: Jolani, Joulani oder Jawlani) – und seit ein paar Tagen die Kontrolle über Idlib.

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Katholische US-Historiker analysieren Missbrauchskrise

Sonnenstrahlen brechen sich an einem Kreuz, in der Hand einer bronzenen Jesusfigur © Bradley Birkholz (KNA)
Geschichtswissenschaftler suchen nach historischem Kontext für die Missbrauchskrise der US-Kirche. Die „American Catholic Historical Association“ will nun den Ursachen und Wurzeln des Skandals nachspüren.

DOMRADIO.DE

Einkehr und Gebet hatte Papst Franziskus den US-Bischöfen zu Jahresbeginn auferlegt, um die Untiefen der Missbrauchskrise in ihrer Kirche zu ergründen. Wie der Zufall es wollte, versammelten sich nur wenige Kilometer von den Einkehrtagen im Mundelein-Seminar nördlich von Chicago katholische Historiker, um die Wurzeln des Skandals aufzuarbeiten. Während sich die Bischöfe der Gegenwart und Zukunft der größten Kirchenkrise der USA stellen müssen, befasste sich der Historikerverband mit der Frage, wie es dazu kommen konnte.

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Auf dem Mond wächst jetzt Baumwolle

© CNSA/CLEP, FR. Der Rover „Yutu 2“ auf dem Mond, fotografiert vom Lander „Chang’e 4“.
Die chinesische Mondmission „Chang‘e-4“ hat Saatgut dabei, um zu testen, ob der Anbau von Pflanzen auf dem Mond möglich ist. Nun sprießt ein erster Baumwoll-Samen.

Von Tanja Banner | Frankfurter Rundschau

Anfang des Jahres ist die chinesische Sonde „Chang‘e-4“ auf der Rückseite des Mondes gelandet und hat dort den Rover „Yutu 2“ ausgesetzt. Nachdem die Mission erste Bilder der dunklen Seite des Mondes zur Erde geschickt hatte, berichten beteiligte Wissenschaftler nun von einem ganz anders gelagerten Erfolg: In einem Mini-Biosphären-Experiment ist es den Forschern nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua erstmals gelungen, den Samen einer Baumwollpflanze zum Sprießen zu bringen.

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Missbrauch durch Erzbischof: Klage gegen Vatikan eingereicht

Bild ©KNA
Noch läuft das Berufungsverfahren des ehemaligen Erzbischofs von Agaña – nun gibt es neue Vorwürfe: Der Kapuziner soll in den 1980er Jahren seinen Neffen missbraucht haben. Vor Gericht soll nach Willen des Neffen nun auch der Vatikan geradestehen.

katholisch.de

Der Heilige Stuhl und der Vatikan werden in einem neuen Prozess gegen den ehemaligen Erzbischof von Agaña als Beklagte benannt. Den am Montag eingereichten Gerichtsdokumenten zufolge, die den Pacific Daily News vorliegen, erhebt der Neffe des vormaligen Erzbischofs wegen eines Missbrauchs in den Amtsräumen des Erzbistums Klage. Ex-Erzbischof Anthony Apuron habe den damals Jugendlichen Ende der 1980er Jahre in einem Badezimmer vergewaltigt.

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Antarktis: Eisverlust hat sich versechsfacht

Die Gletscherschmelze in der Antarktis hat weiter an Fahrt aufgenommen, hier ein Blick auf Mount Baldfour und den Flemiong-Gletscher auf der Antarktischen Halbinsel © NASA/ Joe MacGregor
Rapide Schmelze: In den letzten knapp 40 Jahren hat sich der Eisverlust in der Antarktis drastisch erhöht. 1979 lag der jährliche Massenverlust noch bei 40 Milliarden Tonnen, 2017 sind es schon 252 Milliarden Tonnen pro Jahr, wie die bisher umfassendste Massenbilanz des Südkontinents enthüllt. Beunruhigend dabei: Anteil an dieser Eisschmelze haben auch Teile der Ostantarktis – einem bisher als stabil geltenden Gebiet, wie die Forscher berichten.

scinexx

Die Antarktis umfasst die kältesten Orte der Erde, dennoch schmilzt auch im größte Eisreservoir unseres Planeten das Eis. Von den Schelfeisen brechen immer häufiger enorme Eisplatten ab, zuletzt am Larsen-C-Schelfeis. Warmes Tiefenwasser dringt dort durch Kerben im Untergrund weit unter die Gletscherzungen vor. In Teilen der Westantarktis könnte die Eisschmelze deshalb sogar schon unumkehrbar sein, befürchten Forscher.

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Staatsgerichtshof weist Klage der AfD zurück

Die AfD in Niedersachsen bleibt nach einer Entscheidung des Staatsgerichtshofes im Stiftungsrat der Gedenkstätten an die Opfer der NS-Zeit weiter außen vor. Andere Parteien und die Gedenkstättenstiftung äußerten sich erleichtert.

evangelisch.de

Der AfD steht auch weiterhin kein Sitz im Stiftungsrat für die niedersächsischen Gedenkstätten zu. Der Niedersächsische Staatsgerichtshof in Bückeburg wies am Dienstag eine entsprechende Organklage der AfD-Landtagsfraktion in Hannover zurück. Die Klage sei unbegründet und teilweise unzulässig, sagte Präsident Herwig van Nieuwland. Die übrigen Landtagsfraktionen und die Gedenkstättenstiftung sowie der Landesverband der jüdischen Gemeinden zeigten sich erleichtert. (Az: StGH 1/18)

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Verfassungsschutz erklärt AfD zum Prüffall

Der Verfassungsschutz nimmt die AfD stärker als bisher unter die Lupe und erklärt die Partei als Ganzes zum „Prüffall“.

DIE WELT

  • Der rechtsnationale Flügel unter Björn Höcke und die Nachwuchsorganisation JA werden sogar zum „Verdachtsfall“.
  • Beim „Prüffall“ ist die Beobachtung mit V-Leuten nicht erlaubt, beim „Verdachtsfall“ ist dies eingeschränkt möglich.

Die gesamte AfD ist nun ein Prüffall für Verfassungsschützer: Dabei ist eine Beobachtung mit V-Leuten oder anderen nachrichtendienstlichen Mitteln grundsätzlich nicht erlaubt.

Zudem erklärt das Bundesamt für Verfasungsschutz (BfV) den rechtsnationalen Flügel der Partei um den Thüringer AfD-Landeschef Björn Höcke und die Partei-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) zum Verdachtsfall. Wird eine Organisation zum Verdachtsfall erklärt, so sind auch nachrichtendienstliche Mittel – also der Einsatz von V-Leuten oder die Überwachung von Kommunikation – gestattet.

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