Entwicklungshilfe verringert kaum Migration


Migration © Yannic Meyer @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Entwicklungshilfe wird in der Politik als wichtiges Mittel zur „Fluchtursachenbekämpfung“ angesehen. Forscher haben jetzt jedoch herausgefunden, dass das ein Trugschluss ist. Die Fördermittel müssten „unrealistisch“ hoch sein, um diesen Effekt zu erreichen.

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Entwicklungshilfe kann Migration aus armen Ländern laut einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) nur dann eindämmen, wenn die öffentlichen Dienstleistungen in den Ländern verbessert werden. Eine Steigerung der Einkommen dort führe eher zu einer verstärkten Migration, da mehr Menschen die Kosten für die Auswanderung aufbringen könnten, so das Ergebnis der IfW-Wissenschaftler Rainer Thiele und Mauro Lanati, das am Dienstag in Kiel veröffentlicht wurde. Beide hatten im Rahmen des Projekts „Mercator Dialogue on Asylum and Migration“ die Auswirkungen der Entwicklungshilfe auf die Migration untersucht.

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