Fleisch muss nach Fleisch aussehen


Grafik: TP
Artificial Intelligence kann jetzt Fotos von Essen generieren, das es gar nicht gibt. Das macht nichts, denn Procter & Gamble hat Photoshop für Haut erfunden

Harald Taglinger | TELEPOLIS

Wie das jetzt bitteschön zusammenhängen soll, muss mir erst noch einer erklären. Vermutlich tut es das auch gar nicht, aber wenn man es nacheinander liest, dann drängt sich einem der Verdacht auf, dass da doch irgendetwas in die gleiche Richtung geht. Nur hat das eine mit dem anderen eigentlich erst einmal wenig zu tun.

Zum Punkt. Ein Team an der Universität von Tel-Aviv hat ein wenig KI zusammengerührt, die jetzt imstande ist, Fantasieessen herzustellen. Also nicht direkt im Kochtopf. Mehr auf Bildern. Da kommen einem dann die leckersten Fotos von einem Essen unter, das man sich sofort bestellen würde. Allerdings geht das nicht, denn die vollen Portionen bestehen nur im Eingemachten des neuralen Netzwerks von StackGAN V2. Ein eher unappetitlicher Name, wenn ich das anmerken darf. Aber ja nun: Das Ergebnis als Neukombination von Darstellungen aus einer auf Essen spezialisierten Bilderdatenbank kann sich durchaus sehen lassen. Auf jeden Fall löst es Speichelbildung aus, wenn man darüber schreibt. Wir wissen ja nicht, wie es schmecken soll, das Zeug, das sich StackGAN V2 da ausdenkt, aber es kann sich sehen lassen. Wie gesagt.

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