Islamismus-Experte fordert mehr Maßnahmen für tolerantes Verhalten: „Zwangsehen dürfen wir nicht akzeptieren“


Ahmad Mansour. Foto: Promo
Muslimische Gemeinden wie die Al-Nur-Moschee stehen im Verdacht, Jugendliche und Eltern zu radikalisieren. Psychologe Mansour sieht Versäumnisse der Politik

Von Frank Bachner | DER TAGESSPIEGEL

Der Eingang zum Gebiet des Unbekannten ist mit einem gelben Schild markiert. „Jugend & Familien Zentrum“ steht über der Tür an einem grauen Zweckbau im Industriegebiet von Neukölln, dazu, etwas kleiner, „Deutsch-Kurse, Computer-Kurse, Nachhilfe-Unterricht, Internet“. Der Begriff „Religiöse Indoktrination“ fehlt, offiziell weiß man ja auch nicht, wie die Mitarbeiter der Al-Nur-Moschee in Neukölln den Begriff „Unterricht“ definieren. Für Neuköllns Jugendstadtrat Falko Liecke (CDU) ist das „Jugend & Freizeitzentrum“ deshalb eine „Black Box“. Sein eigenes Bezirksamt musste ja gerade zugeben, dass es „keinen Einblick in den Koran- und Sprachunterricht hat“.

weiterlesen