Wer mit Pussyhats und nackten Brüsten für Gleichstellung kämpft, hat schon verloren


Teilnehmerin am Women’s March in Zürich 2017. (Bild: Simon Tanner / NZZ)
Am 14. Juni rufen Feministinnen landesweit zum grossen Frauenstreik. In Zürich wollen zwei Politikerinnen vom Stadtrat wissen, wie die Regierung den städtischen Mitarbeiterinnen die Teilnahme am Streik zu ermöglichen gedenke und ob der Streiktag der Arbeitszeit angerechnet würde – man wird ja mal nett fragen dürfen.

Linda Koponen | Neue Zürcher Zeitung

Tiefere Löhne für die gleiche Arbeit, eine gläserne Decke und sexuelle Belästigungen – die Gleichstellung von Mann und Frau ist in der Schweiz auch 2019 noch nicht erreicht. Am 14. Juni rufen Feministinnen deshalb landesweit zum grossen Frauenstreik (siehe Zusatz).

Zwei Stadtzürcher Gemeinderätinnen haben dem Stadtrat in diesem Zusammenhang eine Anfrage gestellt: Sie wollen unter anderem wissen, wie die Regierung den städtischen Mitarbeiterinnen die Teilnahme am Streik zu ermöglichen gedenke und ob der Streiktag der Arbeitszeit angerechnet würde. Schliesslich, halten die beiden Politikerinnen in ihrem Vorstoss fest, gebe es Arbeiten, die nicht von Männern abgedeckt werden könnten. Vielleicht könne der Stadtrat ja deshalb jenen Frauen, denen das Streiken nicht möglich sei, ein alternatives Angebot schaffen.

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