„Besonders ungerecht“: Kölner Armutsforscher lehnt Kindergrundsicherung ab


Das Ausmaß der Kinderamut nimmt stetig zu Foto: dpa
  • Christoph Butterwegge lehnt eine „Kindergrundsicherung“, wie sie von SPD, Grünen und Linkspartei gefordert wird ab
  • „Von einer Kindergrundsicherung würden insbesondere gut verdienende Mittelschichtfamilien profitieren“
  • Ein Gastbeitrag von des Kölner Politikwissenschaftlers, der zuletzt die Bücher „Armut“, „Hartz IV und die Folgen“ sowie „Grundeinkommen kontrovers“ veröffentlichte

Von Christoph Butterwegge |Kölner Stadt-Anzeiger

Die anhaltend hohe und wegen der vermehrten Fluchtmigration immer noch wachsende Kinderarmut wird in der Bundesrepublik mittlerweile als drängendes soziales Problem betrachtet, das konsequenter als bisher angegangen werden muss. Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles fordert neuerdings eine Kindergrundsicherung, um der skandalös hohen Armutsquote bei Minderjährigen zu begegnen. Bisher hat ihre Partei allerdings weder ein Konzept dafür entwickelt noch inhaltliche Eckpunkte genannt, die eine Beurteilung der sozialdemokratischen Vorstellungen erlauben würden.

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