Körperbemalung schützt gegen Blutsauger – Zebra-Effekt gegen Stechinsekten wirkt auch beim Menschen


Schmückender Schutz: Helle Körperbemalung wie diese macht dunkle Haut weniger anziehend für blutsaugende Insekten. © hadynah/ iStock
Schützende Streifen: Die helle Körperbemalung vieler Naturvölker hat einen praktischen Nebeneffekt – sie schützt gegen blutsaugende Insekten. Menschen mit hellen Streifen auf dunkler Haut werden zehnfach seltener von Bremsen und andern Stechinsekten angeflogen als unbemalte dunkelhäutige Personen, wie Experimente mit bemalten Schaufensterpuppen belegen. Vor allem in den Tropen ist dies demnach ein nützlicher Nebeneffekt der meist rituellen Bemalung.

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Ob als Kriegsbemalung, ritueller Körperschmuck oder Stammeszeichen: Die Körperbemalung hat in der Menschheit eine lange Tradition. Schon frühe Vertreter des Homo sapiens und sogar die Neandertaler nutzten natürliche Pigmente wie Ocker, Lehm oder Kalk, um ihre Haut mit Streifen, Punkten und andern Mustern zu verzieren. Und auch heute noch praktizieren viele Naturvölker diese Art der Körperbemalung – meist in rituellem Kontext.

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