„Der Verräter“: Die bitterböse Fratze des Rassismus


Paul Beatty legt sein Augenmerk – satirisch überhöht – auf den Alltagsrassismus in den USA unter Obama. – Gregg Delman
Grell, sarkastisch, verstörend: In der Satire „Der Verräter“ fabuliert Paul Beatty über neue Apartheid und Sklaverei in den USA – und dreht Geschichte und Kultur durch die Mangel.

Von THOMAS VIEREGGE | Die Presse

Dass es Paul Beatty einmal die Sprache verschlägt, mag man sich angesichts seiner Vergangenheit als Poetry-Slammer mit den Qualitäten eines Stand-up-Comedian und seiner gegenwärtigen Profession als Professor für Creative Writing an der Columbia University nur schwer vorstellen. Als er aber nach dem National Book Critics Circle Award 2016 als erster US-Amerikaner nach einer Regeländerung auch den renommierten britischen Booker Prize in der Londoner Guildhall in Empfang nahm, geriet er ins Stammeln.

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