Grönland: Schmelzrate vervierfacht – Südwesten Grönlands schmilzt überraschend schnell und treibt die Ozeanpegel in die Höhe


Der Eisverlust in Grönland hat sich beschleunigt – besonders stark betroffen ist der Südwesten der Insel. © Explora2005/ iStock
Schmelze auch abseits der Gletscher: Die Eisschmelze in Grönland hat sich beschleunigt – sie vervierfachte sich innerhhalb von rund zehn Jahren, wie eine neue Datenauswertung enthüllt. Überraschend jedoch: Den Daten zufolge taut das meiste Eis im nahezu gletscherfreien Südwesten. Hier schmilzt das Oberflächeneis besonders schnell. Diese Region könnte damit künftig zu einer Haupttriebkraft für den steigenden Meeresspiegel werden, warnen die Forscher.

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Das Grönlandeis ist nach der Antarktis das zweitgrößte Eisreservoir der Erde. Doch durch den Klimawandel schrumpfen auch dort die Gletscher und auf der Eisoberfläche zeugen im Sommer unzählige Schmelzwasser-Tümpel vom fortschreitenden Abtauen des Eispanzers. Westgrönland verliert inzwischen sogar mehr Eis als jemals zuvor in den letzten 450 Jahren und könnte nach neuesten Erkenntnissen immer sensibler auf Klimaveränderungen reagieren.

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