Trump-Regierung unterstützt religiöse Diskriminierung


Das Gesundheitsministerium in Washington hat den protestantischen «Miracle Hill Ministries» in South Carolina eine Sondererlaubnis erteilt, bei Adoptionen nach Religion zu diskriminieren. Dies verstösst eigentlich gegen Verfassungsgrundsätze. Bürgerrechtler und jüdische Organisationen sind alarmiert.

tachles.ch

Rein zahlenmässig erscheint die Angelegenheit auf den ersten Blick kaum bedeutend. South Carolina führt derzeit Aufsicht über 4000 Kinder bei Pflegeeltern oder in Heimen. Davon vermitteln die «Miracle Hill Ministries» jährlich etwa 15 Prozent. Die evangelikale Organisation ist im christlich-konservativen Norden des Gliedstaates angesiedelt (Link) und hat seit Jahren eine intensive Lobby-Kampagne vor Ort und in Washington betrieben, um eine Ausnahmeregelung zu erwirken: Das in der Verfassung und Bürgerrechts-Gesetzen wurzelnde Verbot einer Diskriminierung bei Pflegefällen nach Religion oder Gender-Orientierung soll nicht für die «Miracle Hill Ministries» gelten. Gleichzeitig will die Stiftung jedoch weiterhin staatliche Gelder für ihre Aktivitäten beziehen. Diese werden gemeinhin nur an Institutionen vergeben, die gliedstaatlichen und föderalen Gleichstellungs-Auflagen folgen.

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