Warum hat der Mond keinen Trabanten? Theoretisch könnten vier Monde im Sonnensystem eigene Submonde besitzen

Der Erdmond könnte einem Trabanten einen stabilen Orbit bieten – aber warum hat er keinen Submond? © NASA
Ein Mond für den Mond: Theoretisch könnten gleich vier Monde im Sonnensystem kleinere Trabanten besitzen – der Erdmond, Titan, Iapetus und Callisto. Neuen Berechnungen zufolge wären alle vier Monde groß genug und weit genug von ihrem Planeten entfernt, um einem Submond stabile Bedingungen zu bieten. Auch wenn bisher keine solchen Submonde entdeckt wurden, könnten sie existiert haben – und bei Exoplaneten sogar noch vorhanden sein, sagen die Astronomen.

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Monde gibt es Sonnensystem reichlich – 175 solcher Trabanten sind bisher bekannt. Einige davon wurden von ihrem Planeten eingefangen, andere entstanden wie der Erdmond bei einer Kollision. Bei den Gasriesen bildeten sich viele Monde wahrscheinlich gemeinsam mit ihrem Planeten durch den Schwerkraft-Kollaps eines Teils der Urwolke. Und auch bei Exoplaneten und sogar Asteroiden haben Astronomen schon Monde entdeckt.

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Medien: Wir brauchen mehr Fremdkritik

Hinweis-Zettel an Volksempfänger. Bild: Erfurth/CC BY-SA-3.0
Kommentar zum Kommentar „Medien: Wir brauchen mehr Selbstkritik“

Markus Kompa | TELEPOLIS

Telepolis-Autor Gerrit Wustmann (Wir brauchen mehr Selbstkritik) hat den kontroversen Aufruf des DJV zum Abklemmen des russischen Staatssenders RT Deutsch verteidigt und hält Selbstkritik Medienschaffender für ausreichend. Er wirft RT Deutsch Einseitigkeit und Kritiklosigkeit gegenüber den Positionen der russischen Regierung vor.

Wustmann vergleicht den russischen Auslandssender mit der Deutschen Welle. Schwächen der Medien will er mit Selbstkritik begegnen. Auch hält er die an den DJV-Vorsitzenden gerichtete Frage im Telepolis-Interview (RT Deutsch ist kein journalistisches Informationsmedium), ob die Nachrufe über George Herbert Walker Bush ausgewogen seien, für ein willkürlich gewähltes Beispiel, in dem es um ein ganz anderes Thema gehe.

Au contraire: Die Frage zu Bush war exzellent. Dazu sogleich.

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Ein schaukelndes Bett fördert nicht nur den Schlaf, sondern auch die Lernfähigkeit

Kinder werden gern in den Schlaf gewiegt, aber auch Erwachsene würden davon profitieren. Dabei wird die Aktivität der Nervenzellen synchronisiert. Aber Vorsicht, es kommt auf die richtigen Bedingungen an.

Lena Stallmach | Neue Zürcher Zeitung

Das sanfte Schaukeln in einer Hängematte lässt einen schnell schläfrig werden – aber für einen erholsamen Schlaf würden die meisten wohl eine bequemere Schlafstätte vorziehen. Mit einem speziell konstruierten Bett im Schlaflabor des Universitätsspitals Genf ist beides möglich: eine bequeme Lage bei leichten seitlichen Schaukelbewegungen. Die Forscher um Laurence Bayer zeigten, dass dies die Qualität des Schlafs fördert und nebenbei auch die Lernfähigkeit der Schlafenden verbessert.

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Forscher manipulieren Vererbung bei Mäusen: Gen-Drive-Technologie hebelt Gesetze der Natur aus

Bild: 4ever.eu
Eingriff in die Evolution: Forscher haben die sogenannte Gen-Drive-Technologie erstmals erfolgreich bei Säugetieren angewandt. Sie sorgten dafür, dass ein bestimmtes Gen für die Fellfarbe bei Mäusen überdurchschnittlich häufig vererbt wird. Solche gentechnologischen Eingriffe könnten künftig die medizinische Forschung voranbringen oder bei der Schädlingsbekämpfung helfen – aus ethischer Sicht sind sie allerdings hoch umstritten.

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Nach der Mendelschen Vererbungslehre gilt: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Kopie eines Gens an die Nachkommen weitergegeben wird, ist sowohl beim Vater als auch bei der Mutter für beide Genkopien gleich. Doch diese Regel können Wissenschaftler außer Kraft setzen. Mithilfe sogenannter Gen-Drive-Technologien lässt sich dafür sorgen, dass bestimmte Allele überdurchschnittlich häufig vererbt werden.

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USA: Angst vor chinesischen Schienenfahrzeugen

Chicago kauft bei dem chineischen Hersteller CSR Sifang America JV von CRRC 400 Schienenfahrzeuge. Bild: Chicago Transit Authority
Die wegen ihres Preises beliebten Schienenfahrzeuge und Busse aus China könnten zum Lauschen dienen, in den USA boomt die Rüstungsindustrie, einen Hersteller für Schienenfahrzeuge gibt es nicht mehr

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Anfang Januar erschien ein Artikel in der Washington Post, der warnte, dass chinesische Wagen für Metro, das U-Bahn-System von Washington, D.C., verwanzt sein könnten. Möglich wäre es, dass die Überwachungskameras Bilder nach China schicken oder Gespräche von versteckten Mikrofonen aufgenommen würden. Und dann könnten vielleicht durch eine Sicherheitslücke, die in China in die Steuerungssoftware hineingeraten ist, ausländische Geheimdienste oder Terroristen den Zug hacken und einen Unfall verursachen.

Was die eigenen Geheimdienste vermutlich auch machen oder anstreben, wie aus den Snowden-Leaks deutlich wurde, wird vor allem gegenüber China seit Jahren immer wieder als Bedrohung geschildert, also dass chinesische Geheimdienste in Software chinesischer Geräte Hintertüren einbauen könnten, um zur Spionage Daten abzusaugen oder im Bedarfsfall Hard- und Software zu manipulieren. Der Staat könne, so die Argumentation, Tech-Firmen zwingen, Informationen zu übergeben oder Zugang zu Kommunikationsdaten und Techniken zu schaffen.

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Woelki warnt vor digitaler Diktatur: „Nicht bloß Science-Fiction“ – zuviel schlechte Literatur gelesen

Rainer Maria Woelki, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Die Entwicklung von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Big Data schreitet immer weiter voran. Angesichts dessen warnt der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki vor einer digitalen Diktatur. Dies sei keine Sciene-Fiction, betont Woelki.

DOMRADIO.DE

„Monopolähnliche Plattformen und Portale spähen unsere Interessen und Vorlieben aus“, schreibt der Erzbischof in einem Beitrag für den NRW-Wirtschaftsblog der Landesvereinigung der Unternehmensverbände. „Gigantische Datenspeicherung bis zum Big Data bieten ihnen Informationen über persönliche Nutzer. Die Giganten verkaufen sie und untergraben unsere Privatsphäre.“

„Nicht bloß Science-Fiction“

Die Prognose des israelischen Bestsellerautors Yuval N. Harari, wonach Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Big Data bald das Kommando übernähmen, ist nach den Worten Woelkis nicht bloß Science-Fiction.

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How Black Holes Nearly Ruined Time

Image: NAUTILUS
Quantum mechanics rescued our understanding of past and future from the black hole.

By Andrew Turner & Alex Tinguely |NAUTILUS

An Introduction to the Black Hole Institute

Fittingly, the Black Hole Initiative (BHI) was founded 100 years after Karl Schwarzschild solved Einstein’s equations for general relativity—a solution that described a black hole decades before the first astronomical evidence that they exist. As exotic structures of spacetime, black holes continue to fascinate astronomers, physicists, mathematicians, philosophers, and the general public, following on a century of research into their mysterious nature.

The mission of the BHI is interdisciplinary and, to that end, we sponsor many events that create the environment to support interaction between researchers of different disciplines. Philosophers speak with mathematicians, physicists, and astronomers, theorists speak with observers and a series of scheduled events create the venue for people to regularly come together.

As an example, for a problem we care about, consider the singularities at the centers of black holes, which mark the breakdown of Einstein’s theory of gravity. What would a singularity look like in the quantum mechanical context? Most likely, it would appear as an extreme concentration of a huge mass (more than a few solar masses for astrophysical black holes) within a tiny volume. The size of the reservoir that drains all matter that fell into an astrophysical black hole is unknown and constitutes one of the unsolved problems on which BHI scholars work.

We are delighted to present a collection of essays which were carefully selected by our senior faculty out of many applications to the first essay competition of the BHI. The winning essays will be published here on Nautilus over the next five weeks, beginning with the fifth-place finisher and working up to the first-place finisher. We hope that you will enjoy them as much as we did.

—Abraham (Avi) Loeb
Frank B. Baird, Jr. Professor of Science, Harvard University
Chair, Harvard Astronomy Department
Founding Director, Black Hole Initiative (BHI)


Black holes are mystifying objects that have captivated our imaginations since their existence was first proposed. The most striking feature of a black hole is its event horizon—a boundary from within that nothing can escape. Objects can cross the event horizon from outside to inside, but once they do, they can never cross back, nor can any information about them; anything that crosses the event horizon of a black hole is cut off entirely from the outside universe.

For many years, the existence of black holes seemed to threaten a fundamental tenet of modern physics called the second law of thermodynamics. This law helps us to distinguish the past from the future, thus defining an “arrow of time.” To understand why black holes posed this threat, we need to discuss time reversal and entropy.

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Was soll eine VS-Beobachtung der AfD bringen? AfD soll durch VS anschluss- und koalitionsfähig werden

Grafik: TP
Viele AfD-Gegner sind keineswegs darüber erfreut, dass der VS Teile der Partei zum Prüffall erklärt hat

Peter Nowak | TELEPOLIS

„Eine Partei unter Beobachtung“ titelte die Zeit, meinte allerdings nicht die AfD sondern die Linke. Der Artikel stammt von 2012. Es scheint, in der aktuellen Debatte etwas in Vergessenheit geraten zu sein, dass die AfD nun wahrlich nicht die erste Partei ist, für die der Verfassungsschutz sich besonders interessiert. Das Beispiel der Linken zeigt auch deutlich, dass die Überwachung einer Partei kein Hinderungsgrund ist, die Regierungsgeschäfte zu übernehmen. Noch immer werden einige Untergliederungen der Linken vom Verfassungsschutz beobachtet.

Daher ist die Aufregung wenig zu verstehen, die allein die Ankündigung, Teile der AfD zum Pruffall zu machen, in der Partei und bei ihren Gegnern ausgelöst hat. Da wird in der Wochenzeitung Kontext noch einmal ausführlich referiert, was der Verfassungsschutz über verschiedene AfD-Politiker zusammengetragen hat. Nur hat gerade Kontext immer wieder sehr gründlich nach den Rechten gesehen und dabei juristische Probleme in Kauf nehmen müssen. Zeitungen wie Kontext brauchen doch wahrlich nicht den Verfassungsschutz, um über die Rechten informiert zu sein.

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Fleischproduktion: Impfung statt Kastration nicht gewollt?

Bild: faktenfinder.tagesschau.de
Die Kastration von Ferkeln ohne Betäubung ist weiter erlaubt – trotz jahrelanger Debatten. Ministerin Klöckner sagt, ein Grund sei, dass viele Verbraucher Vorbehalte gegen andere Methoden hätten. Stimmt das?

Von Patrick Gensing | faktenfinder

Bereits seit Jahren diskutieren Politiker, Tierschützer und Bauernverbände über die Ferkelkastration. In Deutschland werden jährlich Millionen männliche Ferkel kastriert – ohne Betäubung. Durch die Kastration soll verhindert werden, dass Eber männliche Geschlechtshormone und entsprechende Geruchsstoffe produzieren. Diese können bei der Zubereitung den Geruch und Geschmack von Schweinefleisch verändern.

Frist verlängert

Bereits im Jahr 2008 hatten Deutscher Bauernverband, Verband der Fleischwirtschaft und der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels in der „Düsseldorfer Erklärung“ das Ziel formuliert, auf die betäubungslose Kastration zu verzichten. Die Entwicklung von alternativen Verfahren solle beschleunigt werden.

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Internationaler Frauentag: 8. März ist in Berlin zukünftig ein gesetzlicher Feiertag

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat entschieden, dass der 8. März in Zukunft ein gesetzlicher Feiertag ist. Foto: dpa
Als erstes Bundesland hat Berlin den Internationalen Frauentag am 8. März zum gesetzlichen Feiertag erklärt. Das Abgeordnetenhaus beschloss am Donnerstag mehrheitlich eine entsprechende Gesetzesnovelle.

Kölner Stadt-Anzeiger

Darin ist auch festgelegt, dass der 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai 2020 in der Hauptstadt einmalig als arbeitsfreier Feiertag begangen wird.

Berliner hatten bisher 9 arbeitsfreie Feiertage pro Jahr – so wenige wie kein anderes Bundesland. Nun sind es 10. Zum Vergleich: In Bayern ruht die Arbeit an 13, in Baden-Württemberg an 12 Feiertagen.

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Knobloch zum AfD-Eklat: „Wüste Beschimpfungen beinahe im Minutentakt“

Bild: bb
Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden bezeichnete die AfD im Bayerischen Landtag als verfassungsfeindlich, diese verlässt aus Protest den Saal. Die Partei vertrüge die Wahrheit nicht, sagt Knobloch.

DIE WELT

Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, wird nach eigenen Angaben seit dem jüngsten AfD-Eklat im Bayerischen Landtag bedroht. „Seitdem erreichen mich beinahe im Minutentakt wüste Beschimpfungen, Drohungen und Beleidigungen per E-Mail und Telefon“, sagte die 86-Jährige der „Augsburger Allgemeinen“.

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Kirche entsetzt über neues Abtreibungsgesetz in New York:“Trauriges Kapitel“ – Heult doch!

Kritik an New Yorker Abtreibungsgesetz © Rawpixel (unsplash)
Der Senat des Bundesstaates New York hat ein weitreichendes Abtreibungsgesetz verabschiedet. ermöglicht, ungeborene Babys unter bestimmten Voraussetzungen bis zur Geburt abzutreiben. Die katholische Kirche kritisiert die Entscheidung.

DOMRADIO.DE

Mit Entsetzen und Protest haben katholische Bischöfe im US-Bundesstaat New York auf ein Gesetz reagiert, das Abtreibungen unter bestimmten Voraussetzungen bis zur Geburt erlaubt. Das Gesetz verletze die Rechte derjenigen, die am verwundbarsten seien, schrieb Kardinal Timothy Dolan am Donnerstag in seinem offiziellen Blog.

„Ist das fortschrittlich?“

Der New Yorker Erzbischof kritisierte insbesondere, dass Mediziner, die eine Abtreibung zu einem so späten Zeitpunkt aus ethischen Gründen ablehnen, sich künftig nicht mehr auf ihre Gewissensfreiheit berufen dürfen. „Und Babys, die das Skalpell, die Kochsalzlösung oder die Saugglocke überleben, kann man ohne jede Versorgung sterben lassen.“ Er stellte die Frage: „Ist das fortschrittlich?“

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