Forscher manipulieren Vererbung bei Mäusen: Gen-Drive-Technologie hebelt Gesetze der Natur aus


Bild: 4ever.eu
Eingriff in die Evolution: Forscher haben die sogenannte Gen-Drive-Technologie erstmals erfolgreich bei Säugetieren angewandt. Sie sorgten dafür, dass ein bestimmtes Gen für die Fellfarbe bei Mäusen überdurchschnittlich häufig vererbt wird. Solche gentechnologischen Eingriffe könnten künftig die medizinische Forschung voranbringen oder bei der Schädlingsbekämpfung helfen – aus ethischer Sicht sind sie allerdings hoch umstritten.

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Nach der Mendelschen Vererbungslehre gilt: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Kopie eines Gens an die Nachkommen weitergegeben wird, ist sowohl beim Vater als auch bei der Mutter für beide Genkopien gleich. Doch diese Regel können Wissenschaftler außer Kraft setzen. Mithilfe sogenannter Gen-Drive-Technologien lässt sich dafür sorgen, dass bestimmte Allele überdurchschnittlich häufig vererbt werden.

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