A. Hitler: „Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herren“


Hitler in Wien.
Hinter Hitlers Judenhass steckt eine spezifische Theologie. Deren Kern: die Perversion des jüdischen Verhältnisses von Religion und Politik, von Lebensschutz und Gottesbegriff. Rekonstruktionen anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am kommenden Sonntag.

Von Rainer Bucher | feinschwarz.net

„Das Schicksal hat unsere Rasse auf ewig zum Kulturträger bestimmt. (…) Wir müssen Gott dan­ken für diese Gnade. (…) Gott hat Völker, aber keine Klassen geschaffen.“[1] Dieses Zitat stammt von Adolf Hitler, aus einer Rede des Jahres 1927. Hit­ler begreift keines seiner politischen Ziele so unmittelbar als Verwirkli­chung eines gött­lichen Schöpferwillens, wie die geplante Aus­rottung des Judentums.

Kurz, knapp und eindringlich heißt es am Ende des antisemitischen Zentralkapitels von „Mein Kampf“: „Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubens­bekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen. Die ewige Natur rächt unerbitterlich die Übertretung ihrer Gebote. So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herren.“[2]

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