Berliner Staats- und Domchor lehnt Aufnahme von Mädchen ab


Der Berliner Staats- und Domchor will ein reiner Knabenchor bleiben. „Es gab bisher die Bewerbung eines Mädchens, das nicht aufgenommen werden konnte, weil der Staats- und Domchor gemäß Satzung ein Knaben- und Männerchor ist“, sagte eine Sprecherin der Universität der Künste dem Evangelischen Pressedienst (epd).

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Die Mutter des Mädchens stelle die Rechtmäßigkeit der Satzung in Frage, eine juristische Klage liege allerdings nicht vor. Die Berliner Rechtsanwältin Susann Bräcklein, die sich in diesem Fall engagiert, hält den Ausschluss von Mädchen aus Knabenchören für diskriminierend.

Bräcklein sieht in der Nichtzulassung von Mädchen in staatlich geförderten Knabenchören einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Das Argument, dass sich der anatomische Unterschied auf die Stimme auswirke, lässt die Juristin nicht gelten. Er sei zwar hörbar, aber nur „subtil“, erklärte sie Ende Dezember in Interviews. Rechtlich spiele er keine Rolle.

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