Die Kampfdrohnen kommen


Niederländische Soldaten an einer Kontrollstation der MQ-9-Drohnen, die 2020 geliefert werden. Bild: defensie.nl
Die Bundeswehr bezieht ihren Drohnenstützpunkt in Israel, noch sind ihre „Heron TP“ aber unbewaffnet. Sechs europäische Regierungen haben sich gegen israelische Drohnen entschieden und setzen stattdessen auf die „Predator B“

Matthias Monroy | TELEPOLIS

Am Montag startet die Bundesregierung ihr Kampfdrohnen-Programm auf dem Luftwaffenstützpunkt Tel Nof in Israel. Die Bundeswehr bezieht dazu ein Containerdorf auf der Basis im Süden von Tel Aviv. Das bestätigt das Verteidigungsministerium und schreibt, dass der Beginn der Ausbildung deutscher Soldaten auf Initiative der israelischen Armee mit einer Zeremonie auf dem Luftwaffenstützpunkt beginnt. Tel Nof gehört zu den wichtigsten Anlagen der israelischen Luftwaffe, Berichten zufolge sind dort Atomwaffen stationiert. Auch die Angriffe auf Gaza werden von dort geflogen.

Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages am 13. Juni 2018 der Beschaffung israelischer Drohnen zugestimmt hatte, unterschrieb das Verteidigungsministerium einen Betreibervertrag für zunächst fünf bewaffnungsfähige Drohnen des Typs „Heron TP“. Vertragsnehmer ist der europäische Rüstungskonzern Airbus, die Drohnen stammen von Israel Aerospace Industries Ltd (IAI). Das Leasing der „Heron TP“ läuft über neun Jahre und beinhaltet zunächst fünf Drohnen. Im Falle eines Einsatzes in Afghanistan oder Mali sollen zwei weitere Luftfahrzeuge angeschafft werden.

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