Antibiotika-Resistenz sogar in der Arktis – Forscher weisen Gene für Multiresistenzen in Böden auf Spitzbergen nach


Kongsfjord auf Spitzbergen. Selbst hier aber finden sich inzwischen Antibiotika-Resistenzen im Boden. © Superchilum/ CC-by-sa 3.0
Von wegen unberührt: Selbst im arktischen Spitzbergen gibt es offenbar kein Entkommen vor multiresistenten Keimen. Mehr als hundert verschiedene Resistenzgene haben Forscher dort im Boden nachgewiesen – Gene, die Bakterien Immunität gegen gängige Antibiotika verleihen. Unter den Funden war sogar das besonders gefährliche „Super-Gen“ blaNDM-1, das erst vor wenigen Jahren in Indien entdeckt wurde. Dies demonstriere, wie rasant und weltweit sich Resistenzen inzwischen ausbreiten, so die Forscher.

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Die Waffen der Medizin werden stumpf: Weltweit breiten sich multiresistente Keime immer mehr aus – Bakterien, die gegen gleich mehrere Antibiotikaklassen immun sind. Gene, die solche Resistenzen übertragen, finden sich inzwischen nicht nur in Mensch und Tier, sondern auch in Böden, Meeressediment und Gewässern – selbst in Deutschland. Das Problem: Diese Resistenzgene sind leicht durch Zellkontakt zwischen verschiedenen Bakterien übertragbar und können sich sogar durch die Luft verbreiten.

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