«Flüchtlinge haben andere Sorgen als die Juden»


Der jüdische Historiker Daniel Gerson über linken Antisemitismus, rassistische Propaganda und gefährliche Verschwörungstheorien.

Fabian Christl | Der Bund

Herr Gerson, jüdische Organisationen fordern eine offizielle Gedenkstätte für die abgewiesenen Flüchtlinge in den Kriegsjahren. Unterstützen Sie diese Forderung?
In der föderalen Schweiz ist eine nationale Gedenkstätte problematisch. Wo soll diese stehen? Das Aussendepartement (EDA) hat Anfang 2018 den Diplomaten Carl Lutz, der an der Rettung von circa 60000 ungarischen Juden beteiligt war, mit einem ihm gewidmeten Saal im Bundeshaus gewürdigt. Das war eine sinnvolle Geste.

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