Kindesmissbrauch: „Es gibt keine Extrabehandlung für die Kirchen“


Johannes-Wilhelm Rörig ist seit 2011 Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Quelle: Martin U. K. Lengemann
Neun Jahre nach der Enthüllung von sexuellem Kindesmissbrauch am Canisius-Kolleg fordert der Missbrauchsbeauftragte der Regierung höhere Entschädigungen für Opfer der Kirchen – und einen Ort des Gedenkens.

Von Sabine Menkens | DIE WELT

Vor neun Jahren deckte der Rektor des jesuitischen Canisius-Kollegs in Berlin den Missbrauchsskandal an seiner Schule auf. Es folgte eine Flut weiterer Enthüllungen über sexuellen Kindesmissbrauch in Kirchen, Institutionen, Familien. Zwei Monate später berief die Bundesregierung mit Christine Bergmann eine unabhängige Missbrauchsbeauftragte. Johannes-Wilhelm Rörig folgte ihr im Dezember 2011 nach – inzwischen wurde der zunächst befristet eingerichtete Posten dauerhaft gesichert.

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