Pilz zerfrisst Kathedrale: Bisher unbekannte Pilz-Art bedroht Denkmäler aus Naturstein

Die Kathedrale Sé Velha im portugiesischen Coimbra – hier entdeckten die Forscher den neuen Pilz. © GFreihalter/ CC-by-sa 3.0
Neue Bedrohung für Fassaden: Forscher haben eine neue Pilz-Art entdeckt, die Bauwerken aus Naturstein offenbar empfindlich schaden kann. Gefunden wurde der Pilz in der Kathedrale Sé Velha im portugiesischen Coimbra – einem UNESCO-Weltkulturerbe. Wie weit die Spezies verbreitet ist und welche Denkmäler noch von ihr befallen sein könnten, müssen nun weitere Untersuchungen zeigen.

scinexx

Ob die Pyramiden von Gizeh oder der Kölner Dom: An vielen kulturell bedeutsamen Denkmälern nagt inzwischen der Zahn der Zeit – sie verwittern zusehends. Neben schädlichen Wettereinflüssen sind oftmals auch Mikroorganismen schuld an diesem unaufhörlichen Prozess: Bakterien, Algen, aber auch Pilze können Gebäuden sichtbar zusetzen.

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UNHCR: Todesrate bei Flucht von Libyen Richtung EU fast verdreifacht

Rettungsaktion im Mittelmeer – REUTERS
Das UNO Flüchtlingshochkommissariat sieht bei der Flucht über das Mittelmeer eine alarmierende Entwicklung. Der Alarm ist statistisch freilich nur für Einzelrouten zutreffend. Absolut ist die Zahl der Toten signifikant zurückgegangen – und prozentuell marginal gestiegen.

Die Presse

Die tödlichen Gefahren der Flucht über das Mittelmeer haben für Flüchtlinge und Migranten im vergangenen Jahr nach UN-Angaben alarmierende Ausmaße angenommen. Besonders drastisch war die Entwicklung zwischen Libyen und den EU-Ländern Malta und Italien, berichtete das Flüchtlingshochkommissariat UNHCR in Genf.

Dort stieg die Todesrate fast auf das Dreifache: während 2017 ein Migrant für alle 38 Ankömmlinge auf See ums Leben kam, war es im vergangenen Jahr ein Toter für alle 14 Ankömmlinge. Wahrscheinlich habe die Einschränkung der Such- und Rettungsmissionen dazu beigetragen, so das UNHCR.

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Money talks: Ruhen in dieser Kirche Drachenknochen?

Bild: © salvatoreru – stock.adobe.com
In einer Kirche auf Murano werden die Reliquien des heiligen Drachentöters Donatus verehrt. Die Gebeine ruhen im Altar – und dahinter die Knochen des Untiers, wie es heißt. Bis heute zieht der skurrile Fall Touristen auf die italienische Insel.

Von Christoph Paul Hartmann | katholisch.de

Wer die malerisch gelegene Kirche Santi Maria e Donato auf der Insel Murano in der Lagune vor Venedig besucht, muss schon wissen, wonach er sucht: Denn die drei langen, schmalen, gebogenen Knochen hängen etwas versteckt hinter dem Altar im Chorraum, wo sie mit ihrer weiß-gräulichen Farbe vor dem Marmorschmuck hinter ihnen kaum auffallen. Doch mit etwas Glück kann man anderen neugierigen Touristen folgen, die nach den Überresten eines Drachen Ausschau halten – denn die gehören sicher zu den skurrileren ihrer Art und sind mit einem rätselhaften Heiligen verbunden.

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Frankreich: Sollen 130 IS-Verdächtgte repatriiert werden?

Paris plant die Repatriierung von rund 130, in Syrien festgehaltenen Personen, die im Verdacht stehen, mit der Terrororganisation IS im Kontakt zu stehen.

tachles.ch

Das berichtete am Dienstag die TV-Station BFM. Derzeit werden die Männer von den Demokratischen Kräften in Syrien gefangen gehalten. Bei dieser Bewegung handelt es sich um Partner der von den USA angeführten anti-IS-Koalition. Angesichts der amerikanischen Rückzugsabsichten aus Syrien wuchs die Besorgnis über die Zukunft der Internierten und die Gefahr, die sie darstellen. Der französische Innenminister Christophe Castaner meinte dazu am Dienstag: «All Jene, die nach Frankreich zurückkehren, werden vor Gericht abgeurteilt werden.

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Be Scofield: Auf der Jagd nach falschen Heiligen und Heilern

Unter dem Deckmantel von spirituellem Yoga manipuliert so mancher Guru seine Anhänger. – (c) Reuters/Lucy Pemoni
Sie hat die Missbrauchsvorwürfe rund um Agama Yoga Thailand aufgedeckt, Psychosekten enttarnt und die körperlichen und psychischen Übergriffe Dutzender Gurus ans Tageslicht gebracht. Aufdeckerin Be Scofield ist unter selbst ernannten Heilern gefürchtet.

Von Anke Richter | Die Presse

Wo sie gerade wohnt, will sie nicht sagen. Irgendwo an der amerikanischen Ostküste. Es ist dämmrig in ihrer Holzhütte. Be Scofield liegt auf dem Bett und isst Tortillachips aus einem Sackerl. Um ihren Kopf ist ein Tuch geschlungen. Kein Turban, sondern einfach ihr Stil. Sie ist die Letzte, die sich religiösen Kleidungszwängen unterwerfen würde. Die Onlinejournalistin – 38, trans und queer – ist die Antisektenheldin des Digitalzeitalters. Als Ein-Frau-Mission hat sie bereits ein Dutzend Gurus als falsche Heilige vom Thron gestoßen. Nicht weil sie die Esoterikszene hasst. Sondern weil sie diese besser als viele kennt.

„Ich interessiere mich für Spiritualität“, sagt sie. „Meine Zielscheibe ist im eigenen Team, nicht bei den Rechten. Damit schieße ich mir selber in den Fuß. Aber sonst macht es niemand.“ Ihre Aufdeckungen im alternativen Lager folgen immer dichter aufeinander. Berühmte Heiler wie der Brasilianer „John of God“ sind als mutmaßliche Sexstraftäter aufgeflogen und Organisationen wie OneTaste, die „Orgasmische Meditation“ anbieten, als Psychosekten. Sie haben nichts mit den singenden Hare-Krishna-Jüngern der 70er-Jahre oder Bhagwans feiernden Sannyasins der 80er zu tun. Kulte können wie ein Schneeballsystem funktionieren, wie NXIVM oder das internationale Yogazentrum Agama.

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BGH urteilt zur Organspende: Ärzte haften für schlechte Aufklärung

Ein Organ zu spenden, ist ein Schritt mit Risiken und eventuellen gesundheitlichen Folgen. Gerade darum müssen Ärzte umfassend aufklären, urteilte nun der BGH. Dies sei „unabdingbar“.

Von Claudia Kornmeier | tagesschau.de

Der Bundesgerichtshof (BGH) musste über zwei Fälle entscheiden. In der Öffentlichkeit steht vor allem einer – der Kläger Ralf Zietz. Er nutzt das Verfahren, um auf die Risiken einer Organlebendspende aufmerksam zu machen.

Im Jahr 2010 spendete er seiner kranken Frau eine Niere. Während es ihr erst einmal besser ging, fühlte sich Zietz schlagartig schlechter. Als er nach der OP wach wurde, sei er „extrem überrascht“ gewesen, wie schlecht es ihm gegangen sei, erzählte er vor der Gerichtsverhandlung in Karlsruhe im November.

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Here’s Why Auroras on Earth Are Different in the North and South

An aurora australis, the southern version of the phenomenon, as seen from the International Space Station in 2010. Credit: NASA
Auroras paint the sky around the poles when the sun is particularly active, flinging highly charged particles at Earth’s atmosphere.

By Meghan Bartels | SPACE.com

Scientists once thought that the gorgeous events were mirror images, but to their surprise, displays at the north (the aurora borealis) and south (the aurora australis) don’t precisely match.

Ever since scientists realized these two celestial displays don’t line up, they’ve been trying to sort out why. Now, a team of researchers thinks it has found the reason — asymmetry in Earth’s magnetic tail. But what’s stranger is that the asymmetry is caused by the precise inverse of what scientists expected.

„The reason this is exciting is that earlier we have thought that the asymmetry in the system enters the magnetosphere by a mechanism called tail reconnection,“ Anders Ohma, a doctoral candidate at the University of Bergen in Norway and lead author on the new study, said in a statement released by the journal. „What this paper shows is that it’s possible that it is actually the opposite.“ [Northern Lights Photos: The Amazing Auroras on Earth]

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„Bereits heute vielfältige Informationsquellen“: Abtreibungswerbung – Kirche hält Änderung von § 219a für „überflüssig“

Bild: © KNA/Harald Oppitz
Aus Sicht der Deutschen Bischofskonferenz braucht es die Reform des Paragraphen 219a nicht: Bereits heute würden Frauen genügend Informationen zur Verfügung stehen über Abtreibungen – auch ohne eine Änderung am Werbeverbot.

katholisch.de

Die katholische Kirche hält die geplante Änderung des Werbeverbots für Abtreibungen für „überflüssig“. Frauen könnten „bereits heute vielfältige Informationen aus unterschiedlichsten Informationsquellen erhalten“, sagte der Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Bonn.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bewertet die Änderung dagegen als „tragfähigen Kompromiss“.

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Geschlechterdebatte: Bayerische Grundschulen erwägen Toiletten für drittes Geschlecht

Genderneutrales Toilettenschild: „Welches auch immer.“Foto:AFP
In drei neuen Grundschulen im Münchner Umland können die Schüler künftig womöglich zwischen drei stillen Örtchen wählen: einem für Mädchen, einem für Jungen – und einem für das dritte Geschlecht.

Kölner Stadt-Anzeiger

Über entsprechende Vorschläge für neue Schulgebäude in Pullach, Taufkirchen und Garching hatten zuerst der „Münchner Merkur“ und die „tz“ berichtet.

In Pullach sei die Idee für eine solche Toilette von einer externen Schulberaterin vorgebracht worden, bestätigte eine Gemeinde-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

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Abgeordneter stimmte für Lockerung der Abtreibungsgesetze: Priester verweigert Politiker den Jesus-Keks

Bild: © Corinne Simon/CIRIC/KNA (Symbolbild)
Der konservative Abgeordnete Robert Troy galt lange als „pro-life“ – bis er zugab, dass er beim Referendum für die Lockerung der Abtreibungsregelungen in Irland gestimmt habe. Dafür hat er nun von einem Priester die Quittung erhalten.

katholisch.de

Wegen seiner Jastimme für die Lockerung der Abtreibungsgesetze hat der irische Parlamentsabgeordnete Robert Troy keine Kommunion erhalten. Wie die britische Zeitung „The Sunday Times“ am Sonntag berichtete, ereignete sich der Vorfall am 4. Januar während eines Requiems im Bistum Meath. Demnach soll sich der Priester John Hogan geweigert haben, Troy die Hostie zu reichen.

Robert Troy, Mitglied der konservativen Partei Fianna Fail, galt lange Zeit als strikter Abtreibungsgegner.

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Land will Kooperation mit Ditib bei Gefängnisseelsorge kündigen: „Einfluss dritter Staaten“

In Niedersachsen dürfen hauptamtliche Ditib-Imame nicht mehr als Seelsorger im Gefängnis arbeiten. Das Landes-Justizministerium will die Zusammenarbeit auflösen. Warum wird der Islamverband ausgeschlossen?

DOMRADIO.DE

Der niedersächsische Justizvollzug will die gemeinsame Arbeit mit aus der Türkei entsandten Imamen bei der Gefängnisseelsorge beenden. Das teilte das Justizministerium am Dienstag in Hannover mit. Das betreffe alle von der türkischen Religionsbehörde Diyanet beschäftigten und bezahlten islamischen Geistlichen. Eine mit dem deutsch-türkischen Moscheeverband Ditib geschlossene Vereinbarung über die Zusammenarbeit in diesem Bereich sei bereits am Montag gekündigt worden.

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Baxern: Pädophiler Kinderarzt zu fast 13 Jahren Haft verurteilt

Michaela Bruckberger
Ein bayrischer Arzt hatte rund 20 Buben missbraucht, nachdem er sie auf der Straße angesprochen und in Gebäude gelockt hatte.

Die Presse

Wegen des Missbrauchs von rund 20 Buben ist ein Kinderarzt in Bayern zu einer Haftstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Das Augsburger Landgericht ordnete außerdem an, dass der 44 Jahre alte Mediziner anschließend in Sicherungsverwahrung muss. Zudem bekam der Mann lebenslanges Berufsverbot als Arzt.

Der Kinderarzt hatte alle Vorwürfe zugegeben. Er hatte immer wieder in Augsburg und München Kinder auf der Straße oder dem Spielplatz angesprochen, ihnen Spielzeug versprochen und sie dann in nahen Gebäuden missbraucht.

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Missbrauch in der Kirche: Betroffene warten auf Konsequenzen

Themenbild.REUTERS/Yves Herman
Heute treffen sich die katholischen deutschen Bischöfe in Würzburg. Die Folgen aus dem Missbrauchsskandal sind ein Dauerthema. Betroffene und Experten erwarten weitere Schritte, etwa bei der Entschädigung.

BR24

Matthias Katsch ist auf dem Weg zu einem Vortrag am Montagabend in Würzburg. Er spricht hier über seine Geschichte, seinen Missbrauch als 13-Jähriger durch Jesuitenpatres am Berliner Canisius-Kolleg. 40 Jahre ist das her. Erst vor neun Jahren wurde es öffentlich.

Diese Serientäter haben am Canisius-Kolleg über mehr als zehn Jahre Dutzende von Jungen sexuell missbraucht und verfolgt. Das ist natürlich aufgefallen. Vorgesetzten ist das aufgefallen, Eltern sogar. Aber es ist eben nicht gelungen, es aufzudecken, weil die Vorgesetzten es vorgezogen haben, es zu entschuldigen, es zu verheimlichen und als es dann gar nicht mehr anders ging, die Täter einfach zu versetzen.“ Matthias Katsch

Katsch ist so etwas wie das Gesicht der tausenden Betroffenen, die in den vergangenen Jahrzehnten durch katholische Geistliche in Deutschland missbraucht wurden.

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