Massaker der Waffen-SS: „Wenn sie weglaufen, habe ich das Recht, auf sie zu schießen“


Soldaten der Waffen-SS-Division „Hitlerjugend“ bei einer Parade Anfang 1944 Quelle: Bundesarchiv, Bild 101I-297-1740-06A/Kurth/CC-BY-SA 3.0
Den Angriff auf ihren Transportzug beantwortete die SS-Division „Hitlerjugend“ 1944 in Frankreich mit einem Massaker. 86 Menschen wurden ermordet. Jetzt ermittelt die Justiz gegen einen Beteiligten.

Von Sven Felix Kellerhoff | DIE WELT

Auch für Kriegsverbrecher gelten im Rechtsstaat die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit. Zum Beispiel darf niemand zweimal wegen derselben Tat verurteilt werden. Dieser Grundsatz führt jetzt dazu, dass gegen einen bereits rechtskräftig zum Tode verurteilten früheren Waffen-SS-Mann nicht wegen Beihilfe zum Mord, sondern wegen Volksverhetzung ermittelt wird.

Es geht um ein Kriegsverbrechen, das Männer der Waffen-SS-Division „Hitlerjugend“ in der Nacht vom 1. auf den 2. April 1944 im nordfranzösischen Dorf Ascq begangen haben. Ende März 1944 war der Befehl ergangen, diese Division wegen der zu erwartenden alliierten Invasion auf dem europäischen Kontinent von Belgien in die Normandie zu verlegen. Am 1. April begann der Eisenbahntransport.

weiterlesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.