Rabbinatsgericht fordert DNA-Test, um Zugehörigkeit zum Judentum nachzuweisen

Juden aus der ehemaligen Sowjetunion wurden aufgefordert, sich einem DNA-Test zu unterziehen, um ihre ethnische Zugehörigkeit nachzuweisen. Laut ITIM, einem Institut, das Juden in religiösen Fragen hilft, richteten sich im letzten Jahr 20 Paare an sie und baten um Hilfe, nachdem sie vom Rabbinatsgericht dazu aufgefordert worden waren, vor der Registrierung zur Hochzeit, einen DNA-Tast durchzuführen.

David Lazarus | israel heute

„Die Forderung des Rabbinatsgerichts, einen DNA-Test zum Nachweis der jüdischen Abstammung durchzuführen, ist eine Diskriminierung der Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion“, sagt ITIM-Gründer Rabbi Dr. Seth Farber, der in diesem Fall mit einer Klage vor dem israelischen Obersten Gerichtshof droht.

Rechtsanwalt Elad Kaplan, Direktor von ITIM, sagte, ein Ehepaar, das sich gerade in der Vorbereitung zur Heirat befand, kam zu ihm, nachdem das Rabbinische Gericht behauptet hatte, dass die Mutter eines der Ehegatten nicht jüdisch sei, und einen DNA-Test forderte. „In einem anderen Fall beschlossen die Rabbiner, die Zugehörigkeit zum Judentum eines Paares zu untersuchen, das vom Rabbinat legal verheiratet war. Als sie nach einigen Jahren die Scheidung beantragten, forderte das Gericht einen DNA-Test“, sagt Kaplan.

„Dies ist eine Diskriminierung von Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion“, sagte Rabbi Farber dem Nachrichtenportal Ynet. In den letzten Jahren wurden rund 5.000 Einwanderer aufgefordert, ihr Judentum zu nachzuweisen, sagte Farber.

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Atheismus: Von Saudi-Arabien nach Köln – Warum Rana Ahmad aus ihrer Heimat floh

Noch immer werden in Saudi-Arabien Frauen unterdrückt und kontrolliert. Das Vormundschaftsrecht gibt Vätern und Ehemännern das Recht dazu. Immer mehr Frauen beschließen deshalb aus dem Land zu fliehen – und riskieren damit ihr Leben. Bild: ZDF heute
In Saudi-Arabien wäre Rana Ahmad heute vermutlich tot. Weil sich die 33-Jährige zum Atheismus bekennt, muss sie fliehen – vor der Regierung, der Gesellschaft und der Familie.

Von Julia Lösch | ZDF heute

Heute lebt Rana Ahmad in Deutschland. In Freiheit. Mit 26 Jahren beginnt Rama den Islam zu hinterfragen. Im Internet liest sie von Darwin und Nietzsche, setzt sich mehr und mehr mit dem Atheismus auseinander. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Doch Rana kann nicht aufhören, das System zu hinterfragen, nach Wegen aus ihrem „eingesperrten Leben“, zu suchen.

Als ihr Bruder davon erfährt, versucht er Rana, in ihrem Zimmer zu erwürgen – im letzten Moment kommt ihr Vater dazwischen. Ranas Mutter möchte sie wieder auf den „vermeintlich“ rechten Weg führen, pilgert mit ihr nach Mekka – der heiligsten Stätte für Muslime auf der ganzen Welt. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste Rana schon, dass sie als Atheistin leben möchte. Der Islam nehme ihr alle Rechte, die sie sich so sehr wünscht. Selbstbestimmtheit, Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen.

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3 explanations for ‘Oumuamua that aren’t alien spaceships

HITTING THE GAS ‘Oumuamua had its foot on the accelerator as it left the solar system. Some astronomers think the object was spewing jets of gas, as shown in this artist’s illustration, although there’s no evidence of that. Others think it was pushed by radiation from the sun. NASA, ESA, STScI
Possibilities for the interstellar object include a fluffy fractal and a comet skeleton

By Lisa Grossman | ScienceNews

The first known interstellar visitor to the solar system is keeping astronomers guessing.

Ever since it was spotted in October 2017, major mysteries have dogged the object, known as ‘Oumuamua (SN Online: 10/27/17). Astronomers don’t know where it came from in the galaxy. And they’ve disagreed over whether ‘Oumuamua is an asteroid, a comet or something else entirely.

One of the strangest mysteries is how ‘Oumuamua sped up after it slung around the sun and fled the solar system, a motion that can’t be explained by the gravitational forces of the sun or other celestial bodies alone. The most natural explanation is that ‘Oumuamua spouts gas like a comet, which would have given the object an extra push away from the sun — except astronomers saw no signs of such outgassing.

In November, Harvard University astronomers Shmuel Bialy and Avi Loeb sparked a firestorm of media coverage when they suggested that the acceleration could be explained if ‘Oumuamua is an alien spaceship, in a paper published in Astrophysical Journal Letters. In particular, the duo suggested, the object could be a solar sail: a large flat sheet less than 1 millimeter thick that uses pushes from starlight to navigate the galaxy (SN: 9/10/11, p. 18). Loeb is part of an organization called the Breakthrough Initiative that has suggested sending solar sails to visit a nearby planet orbiting the star Proxima Centauri (SN Online: 8/25/16). Maybe some other spacefaring civilization sent a similar sail to visit us, Loeb argues.

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Die Türkei und die Muslimbrüder

Der Rabia-Gruß, vier gereckte Finger mit eingezogenem Daumen, sind das Erkennungszeichen der ägyptischen Muslimbrüder. Auch der türkische Präsident Erdogan und seine Partei AKP sind Anhänger der Muslimbruderschaft. Der 2013 in Ägypten gestürzte Präsident und Freund von Erdogan, Mohammed Mursi, war ebenfalls ein Muslimbruder. Seit dem Sturz von Mursi stehen sich die Türkei und die ägyptische Militärregierung feindselig gegenüber, viele ägyptische Muslimbrüder leben seither im Exil in der Türkei.

Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Es muss daher ein gefundenes Fressen für die ägyptische Regierung und die Medien gewesen sein, dass ihnen die Geheimpapiere des türkischen Geheimdienst MIT zur Zerschlagung der türkischen Opposition und der Vernichtung der kurdischen Identität zugespielt wurden. An dieser Stelle wurden vor wenigen Tagen große Teile des Papiers veröffentlicht. Die Brisanz dieser Papiere wurde von der westlichen Presse bisher ignoriert. Lediglich die kurdische Nachrichtenagentur ANF berichtete darüber.

Indirekte Bestätigung bekam das Geheimpapier nun ausgerechnet von der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Ajansı (AA), die mit TRT, wie in dem Papier beschrieben, einen „Spezialkrieg gegen die kurdischen Parteien …“ führt. AA hat am gleichen Tag, als der Telepolis-Artikel erschien, eine Grafik veröffentlicht, auf der Kandidaten der HDP, gegen die wegen angeblichen „Terrorismus“ ermittelt wird, mit Foto, Namen und Ort bekannt gegeben werden. Dass sich jemand aus der nationalistisch-islamistischen Szene ihrer annimmt, ist als Folge solcher Veröffentlichungen nicht auszuschließen. Jedenfalls spielt eine Veröffentlichung genau mit diesem Risiko.

Diese Szene wächst und gedeiht jedenfalls unter Erdogan. Auch der heute in Katar im Exil lebende palästinensische Hamas-Führer Khalid Meshal war ein gern gesehener Gast in Ankara.

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Zur Religionsfreiheit gehört Religionskritik

Muslimen, die sich nicht über ihren Glauben definieren lassen wollen, möchte die „Initiative säkularer Islam“ eine organisierte Stimme geben

Von Richard Herzinger | DIE WELT

Ist eine „Initiative säkularer Islam“ nicht ein Widerspruch in sich? Schließlich kann ja eine Religion per Definition nicht „säkular“ sein. Verlangt werden muss aber von ihr, sich den Regeln einer säkularen Gesellschaft zu unterwerfen, die keine religiösen Vorherrschaftsansprüche in den öffentlichen Angelegenheiten akzeptiert und keinen bestimmten Glauben bevorzugt.

Den leicht missverständlichen Namen hat sich eine „Gruppe von Publizist/innen, Wissenschaftler/innen und Aktivist/innen der Zivilgesellschaft“ (so ihre Selbstbeschreibung), die den Monopolanspruch islamischer Verbände auf die Vertretung muslimischer Bürger in Deutschland brechen will, aber bewusst gegeben. Gegründet wurde die Initiative bereits im Herbst vergangenen Jahres anlässlich der damaligen Neuauflage der Deutschen Islamkonferenz. Ihr gehören unter anderem Seyran Ates, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, der Politologe Hamed Abdel-Samad, der wegen islamistischer Drohungen unter permanentem Polizeischutz leben muss, und der Psychologe und Publizist Ahmad Mansour an. Jetzt stellte sich die Initiative in Berlin der breiteren Öffentlichkeit vor.

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Hefe als Cannabinoid-Produzent – Genmanipulierte Pilze produzieren Cannabis-Wirkstoffe wie THC und CBD

In der Hanfpflanze stecken Cannabinoide wie CBD und THC – doch auch genmanipulierte Bierhefe kann diese Stoffe produzieren. © Aleksandr Kravtsov/ istock
Hefefabrik statt Plantage: Künftig könnten Cannabis-Wirkstoffe aus Bierhefe gewonnen werden. Denn Forscher haben diese Mikroorganismen dazu gebracht, Cannabinoide wie THC und CBD zu produzieren. Dafür schleusten sie Gene von Bakterien und der Hanfpflanze in die Pilze ein. Dieser Ansatz könnte künftig nicht nur die Erforschung von Cannabinoiden erleichtern. Er stellt zudem eine umweltfreundlichere Alternative zum herkömmlichen Cannabis-Anbau dar, wie das Team im Fachmagazin „Nature“ berichtet.

scinexx

Die Hanfpflanze ist vor allem für die in ihr enthaltenen Cannabinoide bekannt – Substanzen mit teils berauschenden, aber auch medizinischen Wirkungen. Um diese Inhaltsstoffe als Droge oder Therapeutikum nutzen zu können, wird Cannabis in manchen Regionen in großem Stil angebaut. Doch die Sache hat einen Haken: Die Kultivierung der Pflanze ist aufwendig, energieintensiv und kann der Umwelt schaden.

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Experiment rekonstruiert Wiege des Lebens: Das erste Leben könnte an alkalischen hydrothermalen Schloten der Urmeere entstanden sein

Dieser hydrothermale Schlot im pazifischen „Lost City“-Feld speit neben mineralreichem Wasser auch Wasserstoff und Methan – ähnliche Schlote könnten auf der frühen Erde eine Wiege des Lebens gewesen sein. © NOAA Ocean Explorer/ URI-IAO, UW, IFE
Blick zurück in die Ursuppe: Wichtige Bausteine für das erste Leben auf der Erde könnten an hydrothermalen Schloten der Meere entstanden sein. Das zeigt ein Experiment, in dem Forscher solche urzeitlichen Schlote im Labor nachgebaut haben. In Anwesenheit bestimmter Eisenminerale bildeten sich in dem warmen Wasser dieser Miniatur-Ursuppe Aminosäuren und Laktat – Biomoleküle für das erste Leben.

scinexx

Wie und wo entstand das erste Leben auf der Erde? Diese Frage ist bis heute ungeklärt. So vermuten Forscher die Wiege des Lebens in Tongestein-Poren, in heißen Tümpeln, an hydrothermalen Schloten oder auch in den Poren erstarrter Lava von Meeresvulkanen. Auch welche Biomoleküle die ersten Lebensbausteine bildeten, ist noch strittig. Einer Theorie nach war die RNA noch vor der DNA das Erbmolekül der ersten Zellen, deren Bausteine könnten gemeinsam mit Aminosäuren an Unterseevulkanen entstanden sein, wie Experimente nahelegen.

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Kalifornien: Schutz des Beichtgeheimnisses soll fallen

Bild: Wiki Commons/Andreas Praefcke

Fälle von Kindesmissbrauch oder Vernachlässigung von Kindern mussten bisher nicht gemeldet werden, wenn ein Priester sie im Rahmen der Beichte erfahren hat. Diese Ausnahme soll nun aufgehoben werden.

kath.net

Das Parlament des US-Bundesstaates Kalifornien muss sich mit einer Gesetzesvorlage befassen, die katholische Priester dazu verpflichten will, in Fällen des Missbrauchs oder der Vernachlässigung von Kindern das Beichtgeheimnis zu brechen.

Priester sind wie alle Geistlichen in Kalifornien bereits jetzt gesetzlich dazu verpflichtet, über alle Fälle von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung von Kindern den Behörden zu melden. Für Vorfälle, von denen sie während der Beichte erfahren, gibt es bis jetzt eine Ausnahme. Diese soll nun aufgehoben werden.

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Gravitational Waves Could Solve Hubble Constant Conundrum

An artist’s depiction of two neutron stars merging and releasing gravitational waves. (Image: © R. Hurt/Caltech-JPL)
Analyzing ripples in the fabric of space and time created by pairs of dead stars may soon solve a cosmic mystery surrounding how quickly the universe is expanding — if scientists are lucky.

By Charles Q. Choi | SPACE.com

That’s the verdict of a new study, which may also shed light on the ultimate fate of the universe, the researchers who worked on it have said.

The cosmos has continued expanding since its birth about 13.8 billion years ago. By measuring the present rate of the universe’s expansion, known as the Hubble constant, scientists can deduce the age of the cosmos and details of its current state. They can even use the number to try to learn the fate of the universe, such as whether it will expand forever, collapse upon itself or rip apart completely.

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Esoterik(Naturheilpraxis) für Obdachlose in Essener Kirchenräumen

Bild: svz.de
„Naturheilpraxis ohne Grenzen“ – unter diesem Namen helfen Heilpraktiker, Osteopathen und psychologische Berater einmal in der Woche kostenlos Bedürftigen in der Essener Kirche Sankt Gertrud. Ein Interview mit Gründerin Heike Goebel.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Sie selbst sind im Hauptberuf eigentlich Ingenieurin. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, so eine mobile Naturheilpraxis auf die Beine zu stellen?

Heike Goebel (Gründerin des Vereins „Naturheilpraxis ohne Grenzen“): Das hat etwas mit meinem Hauptberuf zu tun. Ich durfte im Rahmen meines Unternehmens eine soziale Woche machen und habe währenddessen das Arztmobil in Essen kennengelernt. Ich fand diese Einrichtung ganz toll und habe beschlossen, dass ich da unbedingt mitarbeiten möchte. Ich habe meine Heilpraktiker-Ausbildung gemacht, vier Jahre lang in Wuppertal auf dem Arztmobil mitgearbeitet und dann festgestellt, dass ich gerne etwas Ganzheitliches für die Menschen in Not anbieten möchte.

DOMRADIO.DE: Dafür brauchten Sie Hilfe von Therapeuten, die sagen: Wir machen das und zwar ehrenamtlich. Wie haben Sie die gefunden?

Goebel: Die finden mich. Ich hatte eigentlich für mich beschlossen, dass ich in Essen eine kleine Praxis eröffne – möglichst stadtnah bei den Menschen, die in Not sind. Das hatte ich auf Facebook bekannt gegeben. Und dann kamen von allen Seiten Anrufe. Die Leute wurden über Facebook auf mich aufmerksam, haben mich per Mail angeschrieben, sie würden sich gerne engagieren. Inzwischen kommen die Anrufe aus ganz Deutschland.

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Diakonische Wilhelmshilfe: Demente Heimbewohner sexuell misshandelt und gefilmt

Vier Frauen und zwei Männer sollen in einer Pflegeeinrichtung der diakonischen Wilhelmshilfe in Göppingen sexuell misshandelt und dabei gefilmt worden sein.

evangelisch.de

Die Opfer seien meist schwer an Demenz erkrankt und zwischen 75 und 91 Jahre alt, teilte der Trägerverein am Mittwoch mit. Die mutmaßliche 47-jährige Täterin sitze in Untersuchungshaft.

Den Angaben zufolge hat die seit 18 Jahren in der Einrichtung beschäftigte Mitarbeiterin die Videos an einen Bekannten weitergeleitet, der inzwischen ebenfalls inhaftiert wurde. Sie sei fristlos entlassen worden. Nach den bisherigen Ermittlungen geht die Polizei von einer Einzeltäterin aus. Die Taten sollen zwischen August und Oktober 2017 begangen worden sein.

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Steinmeier: Deutsche Gesellschaft nicht areligiös

Bild: © dpa/Bernd von Jutrczenka
Gibt es in Deutschland eine „unaufhaltsam fortschreitende Säkularisierung“? Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht das nicht so. Er macht ganz andere Entwicklungen in der Bundesrepublik aus.

katholisch.de

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die These von einer „unaufhaltsam fortschreitenden Säkularisierung“ in Deutschland zurückgewiesen. „Die heutige deutsche Gesellschaft ist nicht areligiös, sondern pluri-religiös. Sie ist geprägt durch eine neue Vielfalt der Religionen und religiösen Ausdrucksformen“, sagte Steinmeier am Dienstag im Schloss Bellevue in Berlin. Zwar verliere die verfasste Religion in ihrer traditionellen, volkskirchlichen Gestalt in der Bundesrepublik an Bedeutung. Auf der anderen Seite verstünden sich zwei Drittel der Menschen in Deutschland aber immer noch als religiös, und für viele spiele der Glaube sogar wieder eine besonders große Rolle.

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Plasmabeschleuniger erzielt Weltrekord

Eine 20 Zentimeter lange Plasmazelle, wie sie für die Rorkdbeschleunigung benutzt wurde. (Bild: Lawrence Berkeley National Laboratory/ Marilyn Chun)
Bisher müssen Teilchenbeschleuniger hunderte Meter lang sein, um hohe Leistungen zu erreichen. Doch jetzt ist ein nur 20 Zentimeter kleiner Plasmabeschleuniger in die „Liga der Großen“ vorgestoßen: Er beschleunigte Elektronen auf Energien von knapp acht Gigaelektronenvolt – ein neuer Rekord. Möglich wurde dies durch einen Laserpuls, der dem eigentlichen Beschleunigerstrahl den Weg durch das Plasma bahnte. Nach Ansicht der Forscher könnte dieser Durchbruch dazu beitragen, Plasmabeschleuniger anwendungsreif zu machen – und damit günstigere und kleinere Anlagen als bisher zu ermöglichen.

wissenschaft.de

Teilchenbeschleuniger sind normalerweise vor allem eines: riesig. Um Protonen und andere Teilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit zu bringen, werden supraleitende Elektromagneten in kilometergroßen Beschleunigerringen eingesetzt. Diese Technik wird unter anderem beim Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN bei Genf genutzt, aber auch für die Erzeugung der Synchrotronstrahlung bei Freie-Elektronenlasern. Das Problem: Die Leistung dieser Beschleuniger ist auf rund 100 Megaelektronenvolt (MeV) pro Meter Strecke begrenzt – mehr würde das Material nicht aushalten. Will man mehr Leistung erzielen, müssen diese Anlagen daher immer länger werden – und das wird teuer.

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Franz: Das Böse hat Angst! – Alte Männer die solchen Stuss erzählen machen noch mehr Angst

Image: Matt Anderson/Friendly Atheist

Immer wieder warnt Papst Franziskus vor der Macht des Bösen und vor dem Teufel. Doch er ist sicher: Die Tage des Bösen sind gezählt. Und jeder Christ könne die finsteren Mächte in Angst versetzen.

katholisch.de

Papst Franziskus hat die Kraft von Gebeten betont. „Gebet vertreibt jede Angst“, sagte er bei seiner Generalaudienz auf dem Petersplatz (Mittwoch). Christen könnten sich der Liebe Gottes und seines Wirkens in ihnen immer sicher sein. „Das ist die große Sicherheit: Das Böse hat Angst“, so Franziskus. Das Böse sei nicht ewig; seine Tage seien gezählt. Die Christen hätten mit Jesus einen „starken Mann“ an ihrer Seite.

Der Papst mahnte die Christen auch zu einem ihrem Glauben entsprechenden Leben. Die Heiligkeit Gottes müsse sich im Handeln der Christen widerspiegeln: „Gott ist heilig, aber ich tue viele schlechte Dinge – Nein! Das hilft nicht, das schadet, es skandalisiert.“ Gottes Liebe verwandele die Menschen; diese müssten dann aber die Heiligkeit Gottes auch auf der Welt bezeugen.

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Der Toaster ist Gift, die Erde eine Scheibe

Dieses Bild wurde am 24. Dezember 1968 aufgenommen. Es zeigt die Erde, wie sie am Horizont des Mondes aufgeht. Bild: NASA / Bill Anders
Was wir aus dem Dieselstreit lernen? Wie schnell Wahrheiten wackeln. Geht’s noch schlimmer? Es geht! Wenn Weltbilder wanken. Eine Glosse.

Von Joachim Müller-Jung | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Zahl der Menschen, die davon überzeugt sind, dass die Erde eine Scheibe ist, nimmt stetig zu. Das klingt beunruhigend, gefährlich ist es noch nicht. Asheley Landrum von der University of Texas hat darüber vor wenigen Tagen in Washington berichtet, kein ganz unpassender Ort, auch wenn der Anlass, die Jahrestagung der weltweit mitgliederstärksten Wissenschaftlerorganisation, der American Association for the Advancement of Science, schon überrascht. Wie umgehen mit Verschwörungstheoretikern, war das Thema Landrums, und man kann ohne Übertreibung sagen: Aktueller geht es kaum.

Landrum hat die Videoplattform Youtube als Infektionsherd für konspirative Gedanken ausgemacht. Der Zweistundenstreifen „200 proofs Earth is not a spinning ball“ hat bald schon eine Dreiviertelmillion Zugriffe. Die wissenschaftliche Mimese dieses Machwerks jagt einem förmlich den Schrecken in die Glieder. Kein Zweifel, die Wissenschaft wird durch Wissenschaftsgläubige unterwandert, und der Irrglaube kapert sukzessive den Verstand. Solche Rückfälle in die Realitätsverweigerung gibt es mittlerweile leider immer öfter zu beklagen, und nicht immer gibt Youtube den Anstoß.

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Was faul ist in der Kirche

George Pell sollte nach den vielen Missbrauchsfällen aufräumen in der australischen Kirche – nun steht der Kurienkardinal selbst als prominentester Täter da. Sein Fall zeigt beispielhaft, dass echte Aufklärung nicht die Kirche selbst leisten kann, sondern nur Staat und Justiz.

Von Jan Bielicki | Süddeutsche Zeitung

Mit ganz fetten Lettern hob das Boulevardblatt Daily Telegraph aus Sydney die Botschaft auf die Titelseite: „Es ist die größte Geschichte der Nation“. In der Tat, was australische Medien lange nicht schreiben durften, ist ein wichtiges Ereignis nicht nur für das Land down under, sondern weit darüber hinaus. Schließlich war der Kurienkardinal George Pell der bedeutendste Kirchenmann des fünften Kontinents – und ist jetzt, schuldig gesprochen, Australiens berüchtigtster Kleriker. Sein Name steht für die Abgründe, in die der erschreckend weitverbreitete Kindesmissbrauch und dessen langjährige Vertuschung die katholische Kirche gezogen haben. Der Fall zeigt exemplarisch: Die Kirche ist unfähig, den Missbrauchsskandal selbst aufzulösen. Es braucht dazu Staat und Justiz.

Zwei Chorknaben soll der damalige Erzbischof in der Sakristei der St.-Patrick-Kathedrale von Melbourne vor 22 Jahren sexuell missbraucht haben. Nachdem das Gericht eine Maulkorbverfügung aufgehoben hat, dürfen die Medien nun darüber berichten, dass eine Jury Pell für schuldig hält. Ausgerechnet George Pell. Der bullige Priester war eigentlich der Mann, der in Australiens katholischer Kirche aufräumen sollte – nachdem etliche, von der Kirchenhierarchie meist vertuschte Fälle bekannt geworden waren, in denen Priester Kinder vergewaltigt hatten.

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Bestatter verklagt Pastor wegen „Erweckungswunder“

Bild: © stock.adobe.com/Syda Productions
Ein Bestatter holt einen Leichnam ab und bahrt ihn auf. Doch dann kommt ein Pastor und erweckt den Verstorbenen vor den Augen der Trauergäste wieder zum Leben. Was wie ein Wunder klingt, hat nun ein juristisches Nachspiel.

katholisch.de

In Südafrika sorgt derzeit ein bizarrer Rechtsstreit für Aufsehen: Ein Bestattungsunternehmen verklagt lokalen Berichten von Montagabend zufolge einen Pastor, nachdem dieser offenbar eine Totenerweckung inszenierte. Der gute Ruf des Unternehmens habe durch das vermeintliche „Wunder“ Schaden genommen, hieß es.

In einem Video, das sich am Wochenende in Sozialen Medien verbreitete, war zu sehen, wie ein Pastor der christlichen Freikirche „Alleluia Ministries International“ vor etwa hundert Zuschauern einen Sarg umrundet. Dabei betet er lautstark, winkt der vermeintlichen Leiche aufgeregt zu und ruft ihren Namen. Unter „Jesus“-Rufen des Publikums befiehlt er dem Toten, aufzuwachen. Der Mann im weißen Anzug gehorcht prompt und die Umstehenden brechen in Jubel aus.

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Neue Schimpansenkultur entdeckt – Population im Kongo hat einzigartige Verhaltens-Traditionen entwickelt

Ein Östlicher Schimpanse (Pan troglodytes schweinfurthii) beim Entspannen. Im Kongo haben diese Menschenaffen eine ganz eigene Kultur entwickelt. © Rod Waddington/ CC-by-sa 2.0
Einzigartiges Repertoire: Im Norden der Demokratischen Republik Kongo haben Schimpansen eine ganz eigene, zuvor unbekannte Kultur entwickelt. Sie nutzen andere Werkzeuge als ihre Artgenossen, schlagen Termitennester auf, statt die Insekten nur zu angeln und schlafen vorwiegend auf dem Boden. Dies stelle ein neues, einzigartiges Verhaltensrepertoire unter Schimpansen dar, berichten die Forscher.

scinexx

Schimpansen sind nicht nur unsere nächsten Verwandten, auch ihre Kultur ist vielfältiger und ausgefeilter als bei jeder anderen Affenart. So verwenden einige Gruppen Knüppel, um Bienenstöcke zu öffnen, andere haben gelernt, mit langen Stöcken nach schmackhaften Algen zu fischen oder Nüsse mithilfe von Steinhämmern zu knacken. Einige Populationen scheinen sogar so etwas wie Rituale zu besitzen.

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Kardinal Pell inhaftiert

George Pell war nicht nur Kardinal, sondern auch Finanzchef im Vatikan. (Foto: AP)
  • Kardinal George Pell, der in Australien wegen Kindesmissbrauchs verurteilt wurde, ist verhaftet worden.
  • Sein Strafmaß soll am 13. März verkündet werden, ihm drohen bis zu 50 Jahre Haft.

Süddeutsche Zeitung

Der australische Kardinal und frühere Papst-Vertraute George Pell ist nach seiner Verurteilung wegen Kindesmissbrauchs inhaftiert worden. Das ordnete ein Gericht in Melbourne am Mittwoch an. Zuvor hatten die Anwälte des 77-Jährigen einen Antrag zurückgezogen, dass der Geistliche gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben darf. Das Strafmaß soll am 13. März verkündet werden. Ihm drohen bis zu 50 Jahre Haft.

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Bald so heiß wie vor 56 Millionen Jahren?

Stratocumulus floccus. Bild: Flickr Nicholas A. Tonelli/CC BY-2.0
Die Energie- und Klimawochenschau: Von uneinigen Koalitionspartnern, einem wachsenden Solarmarkt und plötzlichen globalen Temperatursprüngen

Jutta Blume | TELEPOLIS

Der Inhalt des von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) vorgelegten Entwurfs für ein Klimaschutzgesetz wird nun doch öffentlich und in allen Medien diskutiert. Das Portal Klimareporter hat den Entwurf im Wortlaut veröffentlicht. Darin sind die nationalen CO2-Reduktionsziele festgelegt, wie auch aus dem Klimaschutzplan 2050 bekannt. Beim Ziel für 2050 greift das Umweltministerium jedoch die Maximalforderung einer Reduktion um 95 Prozent auf, statt einer recht vagen Spanne zwischen 80 bis 95 Prozent. Auch das eigentlich nicht mehr erreichbare Reduktionsziel von 40 Prozent bis 2020 ist in dem Entwurf enthalten.

Wie bereits berichtet weist Schulze den einzelnen Sektoren (Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft und Sonstiges) feste Jahresemissionsmengen zu, die über die Jahre sinken. Die jeweils zuständigen Ministerien wären für die Einhaltung verantwortlich. Sollte der Rahmen überschritten werden und auf dem europäischen Markt Emissionsrechte gekauft werden müssen, müssten die einzelnen Ministerien dies aus ihren Budgets bestreiten.

Schulze möchte außerdem einen Sachverständigenrat für Klimafragen einrichten, der jeweils für die Dauer von fünf Jahren vom Bundestag ernannt würde. Das Gremium wäre dafür zuständig, die Jahresemissionsmengen zu überwachen, die Wirksamkeit einzelner Klimaschutzmaßnahmen zu bewerten und Empfehlungen an die Bundesregierung auszusprechen.

Kritik an Schulzes Gesetzentwurf kam prompt von Seiten des Koalitionspartners CDU. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ralph Brinkhaus kritisierte das Gesetz im Interview: „Da wird auf andere Ministerien verschoben, die Ideen zu entwickeln, die wir ganz dringend brauchen.“ Den angedachten Sachverständigenrat für Klimafragen nannte Brinkhaus ein „Zentralkomitee für Klimaüberwachung“. Man darf gespannt sein, wie sich die Debatte zwischen den Koalitionspartnern weiter entwickelt.

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