Hamburg macht Buddhisten das Leben schwer

Die buddhistische Nonne Carola Roloff. (Deutschlandradio / Mechthild Klein )
Die Hansestadt Hamburg will ihre buddhistischen Gemeinden offenbar nicht als Religionsgemeinschaft anerkennen.

Dlf24

Seit Jahren bemühten sie sich bislang vergeblich um einen entsprechenden Staatsvertrag, sagte die Professorin und buddhistische Nonne, Carola Roloff, dem Deutschlandfunk. Die Stadtverwaltung baue vielmehr immer neue bürokratische Hürden auf. So sei 2017 unter anderem extra ein Dachverband der Gemeinden – die Buddhistische Religionsgemeinschaft Hamburg – gegründet worden, damit die Stadt einen einzigen Verhandlungspartner habe. Jüngst forderte die Stadt Hamburg auf, den Nachweis zu erbringen, dass der 2.500 Jahre alte Buddhismus eine Religionsgemeinschaft sei. Dazu müssten identitätsstiftende Merkmale wie beispielsweise ein Taufregister vorliegen.

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What Impossible Meant to Feynman

Image: NAUTILUS
Physicist Paul Steinhardt remembers a great mentor and scientist.

By Paul J. Steinhardt | NAUTILUS

Impossible!

The word resonated throughout the large lecture hall. I had just finished describing a revolutionary concept for a new type of matter that my graduate student, Dov Levine, and I had invented.

The Caltech lecture room was packed with scientists from every discipline across campus. The discussion had gone remarkably well. But just as the last of the crowd was filing out, there arose a familiar, booming voice and that word: “Impossible!”

I could have recognized that distinctive, gravelly voice with the unmistakable New York accent with my eyes closed. Standing before me was my scientific idol, the legendary physicist Richard Feynman, with his shock of graying, shoulder-length hair, wearing his characteristic white shirt, along with a disarming, devilish smile.

Feynman had won a Nobel Prize for his groundbreaking work developing the first quantum theory of electromagnetism. Within the scientific community, he was already considered one of the greatest theoretical physicists of the 20th century. He would eventually achieve iconic status with the general public, as well, because of his pivotal role identifying the cause of the Challenger space shuttle disaster and his two bestselling books, Surely You’re Joking, Mr. Feynman! and What Do You Care What Other People Think?

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Steins Gesetz und die Mission der Wissenschaft

Foto: Pixabay.com / geralt
In der Scientific American Ausgabe vom April 2001 begann ich diese Kolumne mit einem Beitrag mit dem Titel „Bunte Kieselsteine und Darwins Diktum“, inspiriert von der Bemerkung des britischen Naturforschers, dass „jede Beobachtung für oder gegen eine Ansicht sein muss, wenn sie von Nutzen sein soll“.

Von Michael Shermer | RDF

Charles Darwin schrieb diesen Kommentar in einem Brief an die Kritiker, die ihm vorwarfen, in seinem Buch über den Ursprung der Arten von 1859 zu theoretisch zu sein. Sie bestanden darauf, dass er die Fakten einfach für sich sprechen lassen sollte. Darwin wusste, dass Wissenschaft eine sehr feine Mischung aus Tatsachen und Theorie ist. Zu diesen füge ich ein drittes Bein zum Schemel der Wissenschafts-Kommunikation hinzu. Wenn wir unsere Ideen nicht klar an andere weitergeben können, schlummern Tatsachen und Theorie vor sich hin.

Seit nunmehr 214 aufeinanderfolgenden Monaten versuche ich, meine eigenen und die Gedanken anderer über die Tatsachen und Theorie der Wissenschaft so klar wie möglich zu vermitteln. Aber in Übereinstimmung mit (Herb) Steins Gesetz – Dinge, die nicht ewig weitergehen können, werden es auch nicht – endet diese Kolumne mit der Neugestaltung des Magazins. Eine notwendige Strategie in der Entwicklung dieses Nationalheiligtums, die auf 174 Jahre kontinuierlicher Veröffentlichung folgt. Ich fühle mich geehrt, einen flüchtigen Moment dieser langen Geschichte geteilt zu haben, den Redakteuren, Künstlern und Produktionstalenten für jeden Monat dankbar, in welchem ich meine Ansichten mit euch teilen durfte. Ich werde dies an anderer Stelle fortsetzen, bis meine eigene Beschäftigung in diesem provisorischen Proszenium (eine weitere Instanziierung von Steins Gesetz) viele Jahre in der Zukunft endet, so wie es die Natur und der Zufall will. Erlaubt mir daher, darüber nachzudenken, was meiner Meinung nach die Wissenschaft in das Projekt der Menschheit einbringt, von welchem wir alle ein Teil sind.

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BLEIBERECHT: Keine Duldung mehr für Asylbewerber, die ihre Herkunft verschleiern

Drei Viertel der Ausreisepflichtigen sind geduldet, beispielsweise weil sie eine falsche Identität vortäuschen oder anderweitig ihre Abschiebung verhindern. Dieser Status soll ihnen dann entzogen werden – so will es das Bundesinnenministerium.

Von Marcel Leubecher | DIE WELT

Die sogenannte Duldung ist eine komplexe Angelegenheit: Wer einen solchen Status besitzt, ist gleichzeitig verpflichtet zu gehen, aber berechtigt zu bleiben. Warum gibt es diese Regelung, und für wen gilt sie?

Abgelehnte Asylbewerber erhalten mit dem Ablehnungsbescheid eine Aufforderung zur Ausreise; wenn sie dieser nicht freiwillig innerhalb einiger Monate nachkommen, müssen sie eigentlich abgeschoben werden. Das klappt nach wie vor nur in einem Bruchteil der Fälle.

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Antarktis: Ungewöhnliches Ur-Saurierfossil entdeckt: Fossilfund belegt Einzigartigkeit der antarktischen Lebenswelt vor 250 Millionen Jahren

Der Archosaurier Antarctanax shackletoni (vorne) lauerte vor 250 Millionen Jahren in der Antarktis auf seine Beute.© Adrienne Stroup, Field Museum
Verlorene Welt: Vor 250 Millionen Jahren beherbergte die Antarktis eine einzigartige Tierwelt – darunter eine ungewöhnliche Urzeit-Echse. Das Eidechsen-ähnliche Tier ist einer der ältesten Vertreter der Archosaurier, der gemeinsamen Vorfahren der Krokodilartigen und der Dinosaurier. Der Fund dieser Echse bestätigt erneut, dass in der Antarktis damals Lebewesen vorkamen, die anderswo längst ausgestorben oder aber nirgendwo sonst entstanden waren.

scinexx

Die Antarktis ist neben der Tiefsee eines der letzten noch kaum erforschten Gebiete unseres Planeten. Denn ein kilometerdicker Eispanzer versperrt den Zugang zu einem Großteil der antarktischen Landmasse. Zwar ist schon länger bekannt, dass dieser Kontinent einst viel wärmer und lebensfreundlicher war als heute. Doch wie die Lebenswelt der urzeitlichen Antarktis einst aussah, ist bisher kaum bekannt.

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Vergewaltigung von Ministrantin: Diakon verurteilt

Bild: © Corinne Simon/CIRIC/KNA (Symbolbild)
Ein des Missbrauchs beschuldigter Diakon hat vor Gericht gestanden, bei einem Ausflug eine minderjährige Messdienerin vergewaltigt zu haben. Kurz vor Prozessbeginn waren weitere Vorwürfe gegen den Mann bekannt geworden.

katholisch.de

Ein 66-jähriger Diakon ist nach der Vergewaltigung einer 15 Jahre alten Messdienerin zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Er gestand am Donnerstag vor dem Amtsgericht München tränenreich, sich im Mai vergangenen Jahres bei einem Ausflug zu einem Messdiener-Treffen an dem Mädchen vergangen zu haben. Die inzwischen 16-Jährige befindet sich nach Angaben der Nebenklage-Vertreterin seit Monaten in einer geschlossenen Psychiatrie. Der Angeklagte habe ihr Leben zerstört, sagte der Richter. „Der geht’s scheiße und Sie sind schuld dran.“

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Trump-Sprecherin Sanders: Präsident von Gottes Gnaden

Picture: Tiffany Trump/Facebook
Trumps Sprecherin Sanders liefert sie endlich – die unumstößliche Erklärung, wie ihr Chef zum US-Präsidenten geworden ist. Und die hat nichts mit freien Wahlen zu tun.

Von Susann Burwitz | tagesschau.de

Es gibt wohl kaum einen Politiker, der seit seinem Amtsantritt so sehr polarisiert hat wie Donald Trump. Seit mehr als zwei Jahren sitzt er nun im Weißen Haus – plant Mauern, schimpft gegen Demokraten, Presse und Sonderermittler und twittert mit der Welt um die Wette. Und noch immer kitzelt bei dem ein oder anderen die Frage im Hinterkopf: Wie? Wie und wieso konnte es dieser Mann an die Spitze einer der mächtigsten Nationen weltweit schaffen?

Doch nun können die politischen Grübler endlich aufatmen und das zermürbende Kopfzerbrechen einstellen, denn die Antwort ist einfach. Nein, es hatte nichts mit Trumps Stammbaum zu tun. Nein, auch nicht mit den Millionen auf seinem Konto. Und auch nichts mit den Stimmen der Wahlmänner, die sich Ende 2016 für Trump als den nächsten Mr. President aussprachen.

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Rojava: Warten auf verlässliche US-Zusagen

YPJ-Kämpferin. Foto (von 2014): Claus Weinberg / CC BY 2.0
Trump sagt „I love the Kurds“. Garantien bekommen die verbündeten SDF in Nordsyrien aber nicht

Thomas Pany | TELEPOLIS

Wie geht es mit dem Rückzug der US-Truppen aus Syrien weiter? Und wie wollen die USA die mit ihnen verbündeten Kurden schützen? Die Ko-Vorsitzende des Demokratischen Syrienrats, Ilham Ahmed, ist mit diesen Fragen nach Washington gefahren, um zu sondieren, wie es um die Unterstützung aus den USA steht.

Die Kurden aus der selbstverwalteten Zone Rojava, auch „Demokratische Föderation Nordsyrien“ genannt, müssen sich entscheiden, wie sehr sie sich auf die Hilfe der USA verlassen können und ob es nicht besser ist, sich der Regierung in Damaskus unterzuordnen. Dort will man keinen Föderalismus mit autonomen Bestrebungen.

Der Demokratische Syrienrat, den Ilham Ahmed als Vorsitzende vertritt, ist der politischer Arm der von Kurden der Volksverteidigungseinheiten dominierten SDF (syrisch-demokratische Streitkräfte). Die SDF fungieren in Syrien als Bodentruppen der USA beim Kampf gegen IS-Milizen. Dafür haben viele ihr Leben riskiert und verloren.

Mit dem Abzug der US-Militärs entstehen den Kurden im selbstverwalteten Rojava neue Risiken. Die Türkei sieht in den Volksverteidigungseinheiten YPG, bzw. YPJ, so das Kürzel für die Frauenkampfverbände, Ableger der PKK, also Terroristen. Eine türkische Militäraktion mit ihren Verbündeten, den islamistischen syrischen Milizen, würde ähnlich wie in Afrin für die kurdische Bevölkerung Schlimmes bedeuten.

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Bischof hatte Beschwerde gegen Deutschland eingelegt: Ex-Piusbruder Williamson scheitert vor Menschenrechtsgerichtshof

Bild: © picture alliance/Photoshot
Er hatte den Holocaust geleugnet und wurde zu einer Geldstrafe verurteilt: Bischof Richard Williamson sah darin sein Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sieht das anders.

katholisch.de

Der erzkonservative Geistliche und Holocaust-Leugner Richard Williamson ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit einer Beschwerde gegen Deutschland gescheitert. Die Straßburger Richter wiesen die Klage des Briten am Donnerstag als unbegründet zurück (Beschwerdenummer 64496/17).

Das Ex-Mitglied der umstrittenen Piusbruderschaft war in Deutschland wegen Interview-Aussagen über den Holocaust zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

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Chile: Justiz lehnt Verfahrenseinstellung gegen Kardinal Ezzati ab Vorwurf der Vertuschung

Kardinal Ricardo Ezzati Andrello © Romano Siciliani (KNA)
Das Verfahren wegen Vertuschung gegen ihn läuft weiter: Die chilenische Justiz hat im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal einen Antrag von Kardinal Ricardo Ezzati auf Verfahrenseinstellung abgelehnt.

DOMRADIO.DE

Der zuständige Richter begründete am Mittwoch (Ortszeit) seine Entscheidung laut der Tageszeitung „La Nacional“ mit noch nicht abgeschlossenen Ermittlungen auch auf internationaler Ebene.

Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft auf Fälle verwiesen, in denen der Erzbischof von Santiago möglicherweise die Untersuchung von Hinweisen auf Missbrauchsfälle behindert haben könne.

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Austria: Ministerin unterstützt die Impfskeptiker

Bild: oe24.at
Beate Hartinger-Klein pocht auf „Recht auf Selbstbestimmung“.

oe24.at

Nach mehreren ­Masern-Ansteckungen von Babys in Graz – ÖSTERREICH berichtete – ist die Debatte um Impfungen wieder voll entbrannt. Just in dieser heiklen Phase sprach sich Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) am Mittwoch gegen eine Impfpflicht aus. Man setze vielmehr auf „Selbstbestimmung“ und auf Aufklärung durch das Gesundheitspersonal, dass Impfungen sinnvoll seien, sagte sie am Rande des ­Ministerrat.