Bundesweite Meldestelle für antisemitische Fälle – „Eine Art Atlas“


Bild: bb
Immer wieder wird kritisiert, dass die offizielle Kriminalitätsstatistik nicht das wahre Ausmaß von Antisemitismus abbilde. Eine neue bundesweite Meldestelle soll nun ein genaueres Bild liefern.

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Dumme Sprüche, Beleidigungen, Drohungen, Gewalt: Wer als Opfer oder Zeuge einen antisemitisch motivierten Übergriff erlebt, kann die Tat künftig auch einer bundesweiten Meldestelle mitteilen. Ab Februar startet der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Bundesverband RIAS) in Berlin. Er solle das „wahre Ausmaß des Antisemitismus sichtbarer“ machen, heißt es. Aufgenommen würden Vorfälle auch dann, wenn keine Straftat begangen worden sei.

Meldungen sind über ein Online-Formular, per E-Mail oder telefonisch möglich. Die Verantwortlichen betonen, dass dabei immer eine Kontaktmöglichkeit für Rückfragen bestehen müsse. Bei jedem gemeldeten Vorfall werde ein „akribischer Verifizierungsprozess“ in Gang gesetzt – und in die Statistik würden schließlich nur überprüfte Fälle aufgenommen, heißt es.

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