Eine Hitler gewidmete Glocke darf in der Kirche bleiben


Hitlerglocke von Herxheim. Bild: youtube, screengrab: bb
Gericht weist Klage eines Holocaustüberlebenden zurück.

tachles.ch

Ein deutsches Berufungsgericht hat die Klage eines jüdischen Mannes gegen den Entscheid zurückgewiesen, wonach eine Adolf Hitler gewidmete Glocke weiter in dem Kirchenturm hängen darf. Das Staatsgericht von Koblenz hielt den Beschluss einer unteren Instanz aufrecht. Demnach wurde die Klage des nicht näher identifizierten Verwandten eines Holocaustüberlebenden zurückgewiesen. In der Klage wurde die Glocke als «Gespött und Lächerlichmachung der Opfer von Hitlers Terror» bezeichnet. Letztes Jahr hatte der Rat der Ortschaft Herxheim am Berg bestimmt, die Glocke zu bewahren samt ihrer Inschrift «Alles fürs Vaterland – Adolf Hitler» über einem Hakenkreuz. Der Rat verkündete auch Pläne, eine erklärende Tafel in der Nähe zu platzieren, in der Hoffnung, auf diese Weise einen Dialog über Gewalt und Ungerechtigkeit zu initiieren.

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