Wird die Dunkle Energie stärker? Astronomen finden mögliche Abweichungen vom Standardmodell


Messungen an Quasaren enthüllen Diskrepanzen im Verhalten der dunklen Energie. © NASA/CXC/M.Weiss, Univ. Florenz/ G.Risaliti, E.Lusso
Mysteriöser Effekt: Die Dunkle Energie ist möglicherweise weniger konstant als bisher angenommen – und widerspricht damit dem kosmologischen Standardmodell. Denn Quasar-Messdaten deuten darauf hin, dass dieser Gegenspieler der Gravitation heute stärker wirkt als im frühen Kosmos. Die Dunkle Energie könnte demnach im Laufe der Zeit dichter und stärker werden. Sollte sich dies bestätigen, muss das gängige Modell der Kosmologie umgeschrieben werden, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Astronomy“.

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Die Dunkle Energie ist eines der großen Rätsel unseres Universums. Obwohl sie mehr als 70 Prozent des Kosmos ausmacht, ist über ihre Natur und ihr Verhalten bisher kaum etwas bekannt. Klar scheint jedoch, dass sie der Gravitation entgegenwirkt und die beschleunigte Ausdehnung des Universums antreibt. Dem gängigen kosmologischen Modell nach hat die Dunkle Energie eine in Zeit und Raum gleichbleibende Dichte. Ihr Einfluss wird daher mit der kosmologischen Konstante gleichgesetzt.

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