Dodo Müller zur Lage der Christen weltweit: „Es wird andauernd schlecht über Kirche berichtet“


Gerhard L. Müller links im Bild. Bild: bb
In vielen Ländern der Erde werden Christen weiterhin verfolgt. Aber auch in der westlichen Gesellschaft beobachtet Gerhard Kardinal Müller Diskriminierung gegen das Christentum. Es werde vielfach systematisch angeprangert, kritisiert er.

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f1rstlife (christliches Online-Jugendmagazin): Wir führen dieses Interview am Rande einer Veranstaltung von „Kirche in Not“ in Köln. Wie nehmen Sie das derzeitige Ausmaß der Christenverfolgung wahr?

Gerhard Müller: Es gibt Christenverfolgungen in islamisch geprägten Ländern durch Terrorgruppen und Zwangsmaßnahmen der Regierung, aber auch immer noch in kommunistisch geprägten Ländern und Diktaturen, die sich in ihrer absoluten Macht bedroht fühlen. Auch bei uns in Europa gibt es eine subtile Form von Christenverfolgung. Wenn man jemanden wegen seines Glaubens lächerlich macht, ist das eine Form des Angriffs auf die Religionsfreiheit. Viele Menschen rufen nach Toleranz, nutzen sie aber nur als Waffe gegen andere. Sie erwarten Toleranz für sich, sind aber nicht bereit anderen Ansichten ebenfalls Respekt zukommen zu lassen.

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