Deutsche Dschihadisten in Nordsyrien gefangen


Unbekannter IS-Dschihadist bei Hajin/Syrien. Foto: Propagandamaterial,
Die SDF fordern die Bundesrepublik auf, ihre Dschihadisten nach Hause zu holen

Elke Dangeleit | TELEPOLIS

Die Tage des sogenannten Islamischen Staates (IS) scheinen gezählt. Immer mehr IS-Anhänger ergeben sich den Syrian Democratic Forces (SDF) in Nordsyrien, darunter auch zahlreiche Deutsche. In einem Filmbericht des Weltspiegel am Sonntagabend wird von mehr als 60 Deutschen und ihren Kindern gesprochen. Reporter vom NDR und SWR reisten nach Nordsyrien in die Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien, um mit einem inhaftierten deutschen IS-Terroristen zu sprechen.

Fared S. (29) lebte in Bonn, bevor er sich 2014 dem IS anschloss. Fared S. wurde in Deutschland durch ein Propagandavideo des IS bekannt, wo er vor 90 Leichen syrischer Soldaten und Mitarbeitern eines Gasfeldes posierte. Vor einem Jahr wurde er auf der Flucht in die Türkei von den kurdischen Einheiten YPG geschnappt. Der Schlepper, der ihn in die Türkei bringen sollte, hatte ihn verraten. S. arbeitete zunächst wegen seiner Sprachkenntnisse an der türkischen Grenze und nahm die Dschihadisten aus der Türkei in Empfang. Wegen des Videos wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen, er galt als der meistgesuchte deutsche IS-Terrorist.

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