Jesuit warnt vor Überhöhung von Seelsorgern – Mertes: Priester sind nicht die „Stimme Gottes“


Bild: © dpa/Marc Tirl
Wenn sich Priester selbst als „Stimme Gottes“ verstünden und in Glaubensfragen blinden Gehorsam forderten, sei das nichts weiter als geistlicher Missbrauch: Der Jesuit Klaus Mertes fordert ein Ende der Überhöhung von Seelsorgern.

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Der Jesuit Klaus Mertes hat sich gegen eine Überhöhung von Priestern und Seelsorgern gewandt. Es sei „geistlicher Missbrauch“, wenn sich Seelsorger selbst als „Stimme Gottes“ verstünden und in Glaubensfragen blinden Gehorsam einforderten, sagte Mertes am Mittwochabend in der Universität Freiburg. „Wer nach Gott fragt, ringt mit existenziellen Fragen. Und wenn diese Suche missbraucht wird, kann das für die Betroffenen schlimmste Folgen haben.“ Amtsträger in der katholischen Kirche müssten sich zuerst als „Hörende“ verstehen und nicht als Autoritäten.

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