„Homosexualität ist eine Fehlschaltung“ – Homophobie in der Kirche: Evangelikale empfehlen Schwulen und Lesben Homo-„Heilung“


Auch Ernie und Bert dürften ihre Sexualität in einer Freikirche nicht ausleben: Die „Sesamstraßen“-Figuren sind schwul. © Georg Wendt/dpa
Evangelische Freikirchen raten Schwulen und Lesben zur Therapie. Für Kritiker ist das „homophober Humbug“. Auch heimische Pastoren haben ein Problem mit Homosexuellen.

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Das Thema, mit dem ein Bund evangelischer Freikirchen gerade für Aufsehen sorgt, ist so brisant, dass die meisten Pastoren in der Region am liebsten gar nichts dazu sagen wollen – und wenn doch, dann nur anonym. „Ich möchte mir nicht den Mund verbrennen“, sagt ein Prediger aus Nordhessen zu dem, was Schwule und Lesben als „homophoben Humbug“ kritisieren. Es geht um eine „Orientierungshilfe“ des Bundes Freier evangelischer Gemeinden zur Homosexualität.

In der bereits im Dezember veröffentlichten Schrift wird Homosexualität als „Symptom der Ur-Sünde“ bezeichnet. Schwulen und Lesben wird empfohlen, enthaltsam zu leben. Falls sie ihre sexuelle Orientierung ändern wollen, könnten sie eine „Therapie“ machen. Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck, der auch Lehrbeauftragter am Religionswissenschaftlichen Institut der Uni Bochum ist, empfindet das alles als „unredlich und unbarmherzig“. Er nennt die „Ratschläge“ eine „theologische Katastrophe“.

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